BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Amtstierärzte: Heimisches Geflügel schützen

Krankheit breitet sich aus – 320 Halter haben sich gemeldet

Die Amtstierärzte des Kreises Ahrweiler wollen verhindern, dass sich die Geflügelpest auf heimische Bestände ausbreitet. Sie fordern daher nochmals alle Geflügelhalter zu strengen Vorsorgemaßnahmen auf. Einzelheiten nennt die Kreisverwaltung in einer Pressemeldung.

In den Niederlanden und Belgien wurden bereits 30 Millionen Tiere ausgemerzt. Die Seuche hat sich auf den Kreis Viersen ausgebreitet. Ersten Ermittlungen zufolge spielen Kontakte nach Belgien eine Rolle.

Zu den Vorsorgemaßnahmen zählt unter anderem die Meldepflicht, der in den vergangenen Wochen 320 Halter von Enten, Gänsen, Fasanen, Hühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern und Wachteln im AW-Kreis nachgekommen sind. Wer diese Meldung noch nicht abgegeben hat, soll dies jetzt nachholen: Kreisverwaltung, Ruf 02641/975-225.

Die Geflügelpest überträgt sich nicht nur durch direkten Kontakt von erkranktem zu gesundem Geflügel. Auch mit dem Erreger verschmutzte Gegenstände wie Stallgeräte, Transportkisten, Eierpappen, Futter, Mist, Fahrzeuge und Menschen (Kleidung, Schuhe) verbreiten das Virus. Daher müssten solche Kontakte vermieden werden, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Zudem erinnern die Amtstierärzte an die Impfpflicht gegen die atypische Geflügelpest (Newcastle-Krankheit) die auch für Kleinstbestände mit Hühnern und Truthühnern vorgeschrieben ist. Die Impfung muss in solchen Abständen wiederholt werden, dass im gesamten Bestand eine ausreichende Immunität gegen die Newcastle-Krankheit besteht. Über die Impfungen sind Nachweise zu führen. Die Impfung ist über das Trinkwasser und per Injektion möglich.

Beim Kauf von Hühnern und Truthühnern ist auf eine Bescheinigung zu achten, aus der hervorgeht, dass der Herkunftsbestand regelmäßig gegen die Newcastle-Krankheit geimpft wurde. Die Impfung schützt sicher vor dieser Viruserkrankung, die ähnliche Symptome wie die Geflügelpest aufweist und nur durch Laboruntersuchungen zu differenzieren ist. Nähere Informationen sind bei den praktizierenden Tierärzten zu erhalten.

Auch für die Brieftaubenhalter gelten Vorsichtsmaßnahmen. Trainings-, Vor- und Preisflüge sind derzeit verboten. Erlaubt bleibt der Freiflug der Tauben aus dem Haustaubenschlag, sofern dieser mindestens 120 Kilometer von einem Seuchengebiet entfernt ist. Mit dem Kreis Viersen ist diese Grenze erreicht. Daher raten die Kreis-Amtstierärzte den Brieftaubenhaltern dringend, bis auf weiteres auf den Freiflug ihrer Tiere zu verzichten. Die kommenden Tage werden entscheiden, ob der Fall in Viersen ein Einzelfall bleibt oder ob mit weiteren Verschleppungen des Erregers zu rechnen ist.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.05.2003

<< zurück