BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Vom Kegel zur Plakette – Landrat zu Besuch bei Künstler Pankowski

Pföhler: „Gelungene Symbiose von Kunst und Auszeichnung“ – Kreisverwaltung präsentiert Ausstellung über Ehrenplakette und Künstler

Der Blick über die Landschaft im Kreis Ahrweiler von der Landskrone war für Friedhelm Pankowski aus Grafschaft-Nierendorf mehr als nur eine großartige Aussicht. Dieser Blick inspirierte den Künstler zu einem Kunstobjekt, das seit fast 20 Jahren die Basis für die „Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler“, eine hohe Kreisauszeichnung, ist. Landrat Dr. Pföhler informierte sich bei einem Besuch im Atelier des Metallbildhauers jetzt genauer über die Entstehung des Kunstwerkes und die Arbeit von Pankowski.

„Kunst und Kultur haben im Kreis Ahrweiler einen hohen Stellenwert. Ich bin stolz, dass wir bei der Verleihung der Ehrenplakette Kunst und Auszeichnung in einer gelungenen Symbiose verbinden können“, so Dr. Pföhler. So erfahre nicht nur der Geehrte eine außergewöhnliche Anerkennung für seine Verdienste, sondern auch die Bedeutung und die hervorragende Qualität der Arbeit von Pankowski werde immer wieder aufs Neue betont und anerkannt.

Der künstlerische Entwurf der Ehrenplakette reicht bis ins Jahr 1983 zurück. Die Orientierung von der Bergspitze der Landskrone aus sowie die Kegelform des Berges wurden für Pankowski „zum Symbol der Konzentration und Identifikation“ und beschäftigten ihn in seiner weiteren künstlerischen Arbeit. Pyramidenähnlich entstand das Werk „Der Kreiskegel“ als Bronzemodell.

Das Kunstobjekt im Detail: Die stilisierte Landskrone in der Mitte bildet den höchsten Punkt, um den herum sich eine Art Landkarte des Kreises Ahrweiler legt. „Auf diesem Kegel erkennt man die Geographie des Kreises mit seinen ‚Lebensadern’, den Hauptverkehrswegen, sowie den Rhein mit seinen Nebenflüssen“, beschreibt Pankowski die Symbolik des Kegels. Acht konzentrische Kreise stünden für die Verbandsgemeinden, Städte und die Gemeinde Grafschaft. Der Laacher See werde als Perlmutt-Intarsie dargestellt, die Kreisstadt als weinroter Granat-Schmuckstein. Auf eine ebene Fläche übertragen, bildet dieses Kunstwerk die Grundlage für die Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler und damit für eine der höchsten Kreisauszeichnungen.

„Die stilisierte Kreiskarte in Medaillenform eignet sich ausgezeichnet als Ehrengabe für besondere Verdienste“, urteilt Landrat Dr. Pföhler über die sieben Zentimeter große Bronzeplakette, die seit 1986 alljährlich ihre Wiederauflage als Ehrenplakette findet. „Deshalb habe ich mich auch gerne bereit erklärt, eine Dokumentation über diese Arbeit in der Kreisverwaltung zu zeigen.“ In der ersten Etage des Kreishauses können die Besucher in einer Ausstellung Näheres über die Erstellung der Plakette und die bisher Ausgezeichneten erfahren.

Friedhelm Pankowski arbeitet seit 1982 als freischaffender Künstler im Alten Pfarrhaus in Grafschaft-Nierendorf. Nach einer Gold- und Silberschmiedlehre studierte der Künstler Metallbildhauerei an den Kölner Werkschulen. Zahlreiche Ehrengaben wie eine Porzellan-Plakette für den Deutschen Fußballbund als Auszeichnung für verdiente Nationalspieler bei der Weltmeisterschaft in Mexiko oder die symbolische Feuer- und Klangschale für den Präsidenten des Paralympischen Komitees hat er in seiner Schaffenszeit bereits entworfen. Die Gebets- und Klangschale für das Dekanat Ahrweiler als Beitrag zum Steinmal im Trierer Dom kam ebenfalls aus seiner Werkstatt.

Aber auch andere Kunstbereiche interessieren den Metallbildhauer. In den 70er Jahren befasste er sich zunehmend mit der Gestaltung von Raum-, Licht- und Klangskulpturen. Auch an den Kreiskulturtagen in den Jahren 1984, 1991 und 1993 war der Künstler mit Klangskulpturen und Workshops für Kinder und Jugendliche beteiligt. Seit 1986 organisiert er die bekannten „Lichterabende“ in der Klosterruine Marienthal, die in diesem Jahr bereits zum 17. Mal stattfinden. Zahlreiche Projekte von Pankowski sind im Kreisgebiet zu sehen. Zuletzt beteiligte sich der Künstler mit dem „Ohr des Dionysos“ im Sommer 2002 am Skulpturenweg Rheinland-Pfalz. Die Skulptur ist im Kurpark Bad Neuenahr zu finden.

Friedhelm Pankowski ist mit der Malerin Maire-José Gaudry verheiratet, die hauptsächlich keramische Arbeiten, Kleinplastiken und Malereien herstellt. Zur Zeit arbeitet die Künstlerin an Fliesenmosaiken.

Hinweis an die Presse: Zu diesem Text erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Aus Kegel wird Plakette: Landrat Dr. Pföhler (l.) informierte sich bei Friedhelm Pankowksi über dessen Arbeit.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.06.2003

<< zurück