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Dicke Freundschaft zum Yoruba-König

Aaré Omo Odu besuchte den Landrat – Ehepaar Müller zieht nach Benin

Eine dicke, langjährige Freundschaft verbindet das Ehepaar Brigitte und Gerd Müller aus Ahrweiler mit einem mächtigen Mann aus Benin. Jetzt lernte auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler dieses Oberhaupt aus Afrika kennen, das den Kreis Ahrweiler sehr schätzt. Es handelt sich um einen König aus Benin.

Als seine Majestät jetzt wieder einige Tage an der Ahr weilte, nutzte der Landrat diese Gelegenheit, bat den Würdenträger um einen Eintrag ins Gästebuch des AW-Kreises, überreichte ihm das Glaswappen des Kreises und führte, so Pföhler, „ein anregendes Gespräch mit einem hochinteressanten Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis.“

Der König kam ohne Gefolge. Sein Name mit Titel auf der Visitenkarte war dafür umso länger: „Seine Majestät Kabiessi El-Hadj Sheriff Issa Nassirou Bouraima, Aaré Omo Odu, Dua du Benin“, der König der Könige der Yoruba. Um eines beneidete der Landrat seinen ehrwürdigen Gast: Jürgen Pföhler, promovierter Verwaltungsjurist mit Auslandsstudium und anschließend mit leitenden Funktionen in mehreren Bundesministerien, musste sich erst im Wahlkampf behaupten, bevor er nach dem Direktvotum durch die Bürger des AW-Kreises zum Landrat ernannt wurde. Der König des Volksstammes der Yoruba wurde etwas anders in sein Amt befördert: per Orakelspruch. Immerhin: Aaré Odu Dua gilt als direkter Nachkomme des Gründers des Yoruba-Volkes, Odu Dua. Der König hat in Stuttgart studiert und spricht ein gutes Deutsch.

Die politische Macht haben die afrikanischen Könige schon zu Zeiten der Kolonialherren verloren. Aber kulturell und faktisch haben sie noch heute in vielen Bereichen das Sagen. Die Könige von Benin engagieren sich vor allem im sozialen Bereich und versuchen, bessere Lebensbedingungen für die Menschen zu schaffen. Aaré Odu Dua pflegt gute Beziehungen zu Staatspräsident Matieu Kerekou.

Die Republik Benin in Westafrika mit ihren rund sieben Millionen Einwohnern erlangte 1960 die Unabhängigkeit. Benin gehört zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Erde. Die Menschenrechtslage ist nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes in Berlin „insgesamt zufriedenstellend“. Die Heimat des Yoruba-Königs scheint dessen deutschen Freunden zu gefallen: Das Ehepaar Müller will nächstes Jahr nach Benin auswandern.

Bildunterzeile zum FOTO (zwei zur Auswahl):
Der Landrat von Ahrweiler und der König von Benin


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.07.2003

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