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Liefermengen für Landwirte liegen jetzt fest

Anbau nachwachsender Rohstoffe auf stillgelegten Ackerflächen – Winterraps, Sommerraps, Öllein und Sonnenblumen

Die Mindestablieferungsmengen für Landwirte beim Anbau nachwachsender Rohstoffe auf stillgelegten Ackerflächen für 2003 liegen jetzt fest. Die Kreisverwaltung Ahrweiler nennt Einzelheiten zu dieser EU-Bestimmung.

Landwirte, die diese Pflanzen auf konjunkturell stillgelegten Flächen angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter beziehungsweise Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge nicht unterschritten werden. Bei der Festlegung hat Mainz die Auswirkungen der Auswinterungsschäden und der anhaltenden Trockenheit auf die Erträge im höchst zulässigen Rahmen berücksichtigt.

Für die Ernte 2003 wurden für Rheinland-Pfalz folgende Mindesterträge festgelegt: Winterraps 18 Doppelzentner pro Hektar (dz/ha), Sommerraps 14 dz/ha, Öllein 13 dz/ha, und Sonnenblumen 23 dz/ha. Diesen Erträgen wurde ein Feuchtegehalt von neun Prozent und ein Fremdbesatzanteil von zwei Prozent (bei Öllein 2,5 Prozent) zugrunde gelegt.

Da Vertragsänderungen grundsätzlich nicht mehr zulässig sind, können die Bewilligungsstellen Ausnahmen nur in besonderen Fällen und nach Vorlage eines Sachverständigengutachtens zulassen. Unterschreitungen der Mindestabliefermengen, die möglicherweise in einigen Wochen witterungsbedingt nicht mehr erreichbar sind, werden nur in begründeten Einzelfällen und nur bei Abweichungen von den festgelegten Mindesterträgen bis zu zehn Prozent anerkannt.

Die Gründe für diese maximal zehn Prozent Fehlmengen sind schriftlich darzulegen. Fehlmengen sind vom Ertrag anderer Anbauflächen oder durch Zukauf zu ersetzen. Voraussetzung für die Anerkennung von Unterschreitungen ist jedoch, dass keine Fahrlässigkeit beim Anbau vorliegt und der Verdacht des Missbrauchs ausgeschlossen ist.

Außer beim Anbau für die hofeigene Biogasanlage müssen die Landwirte nach Ablieferung des Ernteguts unverzüglich Lieferscheine beziehungsweise Wiegescheine vorlegen. Damit kann die Kreisverwaltung überprüfen, ob die Ernte vollständig abgeliefert wurde. Die Nachweise müssen Angaben enthalten über die abgelieferte Erntemenge nach Art und Sorte, Gewicht, Feuchtegehalt und Besatzwerten nach Vorreinigung. Die Ablieferungsdokumente müssen vom Abnehmer beziehungsweise Erstverarbeiter unterzeichnet sein.

Landwirte, die bereits vor der Ernte wissen, dass sie den festgelegten Mindestertrag nur geringfügig (bis zehn Prozent) unterschreiten, sollten dies dem Kreis schriftlich mitteilen und die Unterschreitung hinreichend begründen.

Die Landwirte müssen Vorsorge für den Ersatz von Fehlmengen treffen, weil nur dadurch Sanktionen vermieden werden können. Falls die Fehlmenge nicht ausgeglichen wird, müssen die Stilllegungsflächen anteilig abgelehnt werden. Der Antragsteller verliert dann die Prämie für die Stilllegung und möglicherweise für sonstige Kulturpflanzenflächen.

In gravierenden Fällen muss der gesamte Betrieb von den Ausgleichszahlungen ausgeschlossen werden. Die Landwirte werden daher gebeten, kein unnötiges Risiko einzugehen, die Ernte vollständig abzuliefern und insbesondere die festgelegten repräsentativen Mindesterträge zu erfüllen. Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-288.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.07.2003

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