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Meningitis-Fall: Gesundheitszustand des Jungen stabil, aber ernst

Keine neuen Verdachtsfälle – Sinziger Hauptschüler der Klasse 7 haben auch Freitag schulfrei

Der Zustand des an Gehirnhautentzündung erkrankten Jungen, der auf der Intensivstation eines Krankenhauses liegt, hat sich stabilisiert. Sein Gesundheitszustand war am späten Donnerstagnachmittag aber nach wie vor ernst. Neue Verdachtsfälle seien nicht aufgetreten, meldete das Kreis-Gesundheitsamt Ahrweiler. Der Labornachweis habe den Meningokokken-Erreger bestätigt.

Unterdessen hat das Gesundheitsamt seine Vorsorgemaßnahmen fortgesetzt. Alle Allgemeinmediziner, Internisten, Kinderärzte und praktische Ärzte im Kreisgebiet wurden informiert. Sämtliche Apotheken im Einzugsgebiet haben Hinweise erhalten, dass sie die entsprechenden Medikamente beschaffen sollen. Die Krankenhäuser und ärztlichen Notdienste im Einzugsbereich sind ebenfalls unterrichtet.

In der Nacht auf Donnerstag hat das Gesundheitsamt mehr als 2.000 aktuelle Elternbriefe zum Meningitis-Fall im Stadtgebiet Sinzig gedruckt, die heute morgen [10. Juli] zum Schulbeginn an die Schüler der betroffenen Schulen in Sinzig und Remagen verteilt wurden. Dabei handelt es sich um Schüler, die die gleiche Buslinie wie der erkrankte Junge benutzen.

Das Gesundheitsamt ermittelt weitere Kontaktpersonen des erkrankten Jungen. Die Info-Hotline im Gesundheitsamt besteht weiter (Ruf 02641/975-622). Dort gingen bis Donnerstagnachmittag rund 50 Anrufe ein.

Der akute Meningitis-Fall bei einen Hauptschüler der Klasse 7 aus dem Stadtgebiet Sinzig war am späten Mittwochnachmittag bekannt geworden. Die Schüler der Klassenstufe 7 der Hauptschule Sinzig sind auch am Freitag, 11. Juli, vom Unterricht befreit. Den Eltern wird empfohlen, beim Auftreten bestimmter Symptome oder in Zweifelsfällen umgehend den Hausarzt aufzusuchen.

Bei der Meningitis kann sich um ein schweres Krankheitsbild handeln. Im Anfangsstadium kann die Erkrankung mit einem “grippalen Infekt” verwechselt werden. Erstsymptome können sich zeigen als ein Infekt der oberen Luftwege, Fieber, Frösteln, Unwohlsein, Erbrechen, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Gelenkschmerzen, Hauteinblutungen und Nackensteife. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika. Kontaktpersonen des Erkrankten tragen ein erhöhtes Risiko und müssen möglichst schnell vorbeugend mit Antibiotika behandelt werden, warnt das Gesundheitsamt nochmals.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.07.2003

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