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Die Sperrmüll-Abholfrist wird ab sofort verkürzt

Internet-Sperrmüllbörse ab August – Anforderungskarte wird 2004 vereinfacht – Service für 55.000 Privathaushalte im AW-Kreis

Das neue Sperrmüllsystem auf Abruf wird durch vier Punkte verbessert. „Die Akzeptanz des Systems, das wir 2002 nach einer positiven Testphase in Bad Neuenahr-Ahrweiler kreisweit eingeführt haben, ist bei den Bürgern nachweisbar sehr hoch. In der Anfangsphase sind aber einige Ecken und Kanten sichtbar geworden, die wir jetzt abschleifen“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

In einer Pressemeldung fasst der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB) die vier Punkte zusammen, die der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Demnach soll der bürgerfreundliche Abholservice für die rund 55.000 Privathaushalte im AW-Kreis vor allem einfacher ablaufen.

Erstens: Die wichtigste Verbesserung betrifft verkürzte Abholfristen. Diese sollen ab sofort zwei bis maximal vier Wochen betragen. Bisher wurde der sperrige Müll in einem Zeitrahmen von sechs bis acht Wochen abgeholt. Die neue Abholfrist verkürzt sich also auf die Hälfte.
Das kommt besonders jenen Bürgern zugute, die über wenig Lagermöglichkeiten für ihre alten Schränke oder Bettrahmen verfügen. Außerdem lässt sich die Neuanschaffung etwa von Möbeln jetzt zeitlich besser planen und ein kurzfristiger Umzugstermin präziser organisieren.

Zweitens: Ab 1. August richtet der AWB eine Internet-Sperrmüllbörse ein. Dort können die Bürger Sperrmüll ebenso anbieten wie noch brauchbare Haushaltsgegenstände, beispielsweise Möbel, Hausrat, Spielzeug, Garten- und Freizeitartikel, Elektrogeräte oder Kfz-Zubehör. Interessant: Die aufgeführten Artikel müssen nicht kostenlos offeriert werden. Beim Verkaufspreis bis zwanzig Euro kann die Anzeige ins Netz gestellt werden.

Drittens: Die Anforderungskarte für die Sperrmüllabholung – ob per Post oder per Internet – wird vereinfacht. Mit dem Abfallratgeber 2004 ist es nicht mehr nötig, die einzelnen Gegenstände aufzuführen. Die simple Angabe, dass Sperrmüll abzuholen ist, reicht aus.

Viertens: Die Anmeldung zum Sperrmüll-Abholen ist ab August auch per Internet möglich. Der AWB stellt auf seinen Webseiten ein Formular ein. Die Anmeldung landet dann direkt beim Entsorgungsunternehmen. Von dort wird der Abholtermin binnen weniger Tage mitgeteilt. Die Anmeldung per Post mit der Anforderungskarte aus dem Abfallratgeber bleibt nach wie vor möglich.

Ein Rückblick: Bis Ende 2001 wurde der Sperrmüll im AW-Kreis an festgelegten Terminen zweimal im Jahr in allen Straßen der Städte und Gemeinden abgeholt. 2002 wurde das neue System eingeführt, bei dem die Bürger den Sperrmüllwagen zu individuellen Terminen anfordern können. AWB-Werkleiter Walter Reichling: „Wir haben uns jahrelang mit den Schwachstellen des alten Systems herumgeplagt. Und die Erwartungen, die mit dem reformierten Verfahren verbunden wurden, haben sich alle erfüllt: keine tagelangen Straßenverunreinigungen mehr, kein Mülltourismus und keine Sperrmüllfledderei, kein Sondermüll an Straßenrändern, und – vor allem wichtig für die Bürger – keine großen Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr mehr, wie man das von früher kannte.“

Die Akzeptanz sei daher „gewaltig gestiegen“. Die Zahl der Sperrmüllkunden habe sich seit dem ersten Quartal 2002 von rund 1.400 bis zum ersten Quartal 2003 auf 3.300 Kunden erhöht. „Das macht ein sattes Plus von mehr als 130 Prozent innerhalb eines Jahres“, betonte Reichling.

Fazit des AWB: Mit den neuen Maßnahmen werde das ohnehin bürgerfreundliche System noch verbessert und die Wiederverwertung weiter gestärkt. Noch Fragen? Die AWB-Abfallberatung hilft gerne weiter: Ruf (gebührenfrei) 0800/858 858, Internet: www.kreis.aw-online.de („Bürger-Info“ und „AWB“ anklicken) oder direkt www.awb.aw-online.de.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.07.2003

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