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„Remagen betreibt ein innovatives Stadtmarketing“

Landrat auf Rundreise durch die Römerstadt – Firmen besichtigt und Dorferneuerung gelobt – Aufbruchstimmung im Einzelhandel

Die Stadt Remagen und ihre Stadtteile verfügen über große Potenziale und gute Zukunftsperspektiven. Dieses Fazit zog Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach einer achtstündigen Rundreise durch die Römerstadt, bei der er von Bürgermeister Herbert Georgi begleitet wurde. Sieben Stationen standen auf dem Besuchsprogramm. Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Ortsvorstehern und den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats.

Als Begründung für seinen Optimismus führte Pföhler mehrere Projekte und Ideen an, die in Remagen umgesetzt werden. Allen voran die Fachhochschule RheinAhrCampus mit ihren mehr als 1.400 Studierenden, „einem Vorzeigeobjekt aus dem Bonn-Berlin-Ausgleich für den Kreis Ahrweiler“, wie Pföhler unterstrich. Die FH feiere im November ihr fünfjähriges Jubiläum und bringe der Stadt vielfältige Impulse. Der Bau des Studentenwohnheims werde die Bindungen zwischen FH und Stadt noch verstärken, sagte der Landrat.

Mit dem Arp-Museum in Rolandseck entstehe eines der ambitioniertesten Kulturprojekte in Deutschland. Für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze sorge der Gewerbepark Remagen-Süd. Der neue Regionalmarketing-Verein „Rhein-Meile aktiv“, ein Schulterschluss zwischen Remagen, Sinzig und Bad Breisig, sei die richtige Strategie gegen sinkende Wirtschaftskraft und schwierige Haushaltslagen in den Kommunen. Dr. Pföhler: „Es ist wichtig, gemeinsame Stärken herauszustellen, Wirtschaft, Kultur und Freizeit zu fördern, zu vermarkten und zum Wohle aller erfolgreich zu nutzen.“

Ähnlich äußerte sich der Landrat zu Unkelbach, einem „Paradebeispiel der Dorferneuerung“. Angesichts knapper Kassen seien Eigeninitiativen und das Engagement der Kommunen gefragt. „Wir müssen selbst kreativ werden, um weiter voran zu kommen“, verwies Pföhler auf die Erfolge von Unkelbach und nannte das dortige Vorgehen „mustergültig“. Der Ort hat den ersten Platz der Hauptklasse im „Unser Dorf“-Wettbewerb 2003 auf Kreisebene gewonnen.

Der Kreis versuche auch weiterhin, die Kommunen zu unterstützen. Beispiel Oberwinter: Für den schwierigen Ausbau der Kreisstraße 41 „In der Ellig“ sei nach jahrelangen Untersuchungen eine Lösung gefunden worden. Er wolle dem Kreistag voraussichtlich für die Haushaltsberatungen 2004 empfehlen, entsprechende Gelder für den Ausbau dieser Straße bereitzustellen, kündigte Pföhler an.

Die Einzelstationen des Landrats-Besuchs in Remagen: In Unkelbach informierte Ortsvorsteher Stefan Kirwald seine Gäste vor allem über die Dorferneuerung. Was dem Landrat hier besonders gefiel: Fast alle Baumaßnahmen der vergangenen Jahre seien mit ehrenamtlichem Einsatz erbracht worden, etwa der Dorfplatz, die Innensanierung der Kirche oder die Neuerrichtung der Friedhofskapelle.

Als „hoch innovative Firmen“ bezeichnete der Landrat die Firma Metallbau Schaefer in Oberwinter mit Geschäftsführer Werner Schaefer und die Frans Vermee Nahrungsmitteltechnologie GmbH im Gewerbegebiet Remagen-Süd. Schaefer entwickelt unter anderem ein mit Sonnenenergie betriebenes Solarboot, ein spezielles Hochwasserboot sowie einen Zigaretten-Schutzschrank, der beispielsweise Tankstellen vor Diebstählen schützt. Für seine Lkw-Waschanlage erhielt das Unternehmen 1998 eine Prämie im Rahmen der outputorientierten Innovationsförderung des Landes.

Frans Vermee baut unter anderem Anlagen zum Verpacken von Wurst, Käse und Fertiggerichten, Maschinen zur Verteilung von Pizzabelägen sowie Geräte zur Fettbestimmung. Derzeit arbeitet die Firma gemeinsam mit der FH Remagen an Patenten zum Verschließen von Wurst. Vermee exportiert in weite Teile Europas.

Der leitende Schwimmmeister Wilfried Bugge stellte das Freizeitbad Remagen vor. Fazit für Landrat und Bürgermeister: Die Anlage bildet einen erheblichen Kostenfaktor für die Stadt, wird aber stark besucht und ist ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur auch für den nahen Campingplatz, die FH, das neue Studentenwohnheim und die Schulen.

Im Jugendbahnhof Remagen berichtete Jugendpfleger Johannes Heibel über seine Arbeit und künftige Projekte. Die Stadt hat die Räume angemietet. Die Renovierung läuft, wobei die Jugendlichen selbst mit anpacken. Im Oktober soll ein Bereich für offene Treffs eingerichtet werden. Zwei Drittel der Treffbesucher sind ausländische, vor allem türkische Kinder und Jugendliche.

„Remagen ist in Bewegung“, so Bürgermeister Herbert Georgi zum Auftakt eines Gesprächs mit der Werbegemeinschaft ´Remagen mag ich´. Dies liege nicht zuletzt an der hervorragenden Arbeit, die der Vorstand leiste. Für Aufbruchstimmung im Remagener Einzelhandel habe auch der erste „LebensKunstMarkt“ gesorgt, erklärte Maria Carl, die Vorsitzende von ´Remagen mag ich´. Mehr als 100 Künstler und nahezu alle Gewerbetreibenden der Innenstadt nahmen zusammen mit örtlichen und regionalen Gastronomen an der zweitägigen Veranstaltung im Juni teil. Pföhlers Meinung dazu: „Remagen betreibt ein innovatives Stadtmarketing. Hier ziehen die Stadt und die Einzelhändler an einem Strang. Das ist der richtige Weg.“

Bildunterzeilen zu den FOTOS:
[Foto mit Kindern] Im Jugendbahnhof Remagen: Bürgermeister Herbert Georgi (hinten v.r.), Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Jugendpfleger Johannes Heibel mit der Kindergruppe.
[Personengruppe vor Haus] Mitglieder von "Remagen mag ich" mit ihren Gästen vor dem neu eröffneten Goldschmiedeatelier Köhl in der Remagener Fußgängerzone: Bürgermeister Herbert Georgi (v.l.) Michael Düwell, Wirtschaftsförderer Marc Bors, Maria Carl, Volker Thehos, Anton Wypior, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Elisabeth Köhl und Dr. Erhard Wacker.

Hinweise an die Zeitungen: Auf Wunsch stellen wir Ihnen weitere Fotos der Rundreise zur Verfügung.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 31.07.2003

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