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Kreis erhöht Zuschuss für Jugend-Hilfe-Verein

Landrat: Bessere Startbedingungen für benachteiligte Jugendliche – Öko-Projekt erweitert berufspraktische Kompetenzen – 44.000 Euro vom Kreis

Der Kreis Ahrweiler hat den Zuschuss für den Jugend-Hilfe-Verein erhöht. Zusätzliche 10.000 Euro gibt es in diesem Jahr für das Öko-Projekt, in dem benachteiligte junge Menschen Beschäftigung finden. Weitere knapp 4.000 Euro stehen zeitlich unbefristet als Sachkostenzuschuss bereit. Insgesamt erhält der Verein in diesem Jahr rund 44.000 Euro vom Kreis.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte die entsprechende Bewilligung persönlich an Elisabeth Graff, die Vorsitzende des Jugend-Hilfe-Vereins für den Kreis Ahrweiler e.V. Dabei lobte der Landrat vor allem „den präventiven Charakter“ des Vereins. „Der Jugend-Hilfe-Verein ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Hier werden junge Menschen, die sonst kaum oder keine Chancen hätten, auf die Arbeitswelt vorbereitet“, sagte Pföhler.

Zugleich regte er eine verstärkte Zusammenarbeit des Vereins mit Schulen, Arbeitsamt, Kreishandwerkerschaft sowie Industrie- und Handelskammer an. Solche Kooperationen könnten helfen, den betroffenen Jugendlichen fließende Übergänge zwischen Schule und Beruf zu ermöglichen. Dr. Pföhler: „Netzwerke bieten die Chance für bessere Startbedingungen benachteiligter Jugendlicher.“ Der soziale Stellenwert eines Arbeitsplatzes sei hoch. Wer einen Job habe, könne sich leichter in die Gesellschaft integrieren, sagte der Landrat.

Das Öko-Projekt stellt einen Schwerpunkt des Vereins dar. Dabei handelt es sich um eine einjährige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Natur-, Landschafts-, Gewässer-, Arten-, und Denkmalschutz innerhalb des AW-Landes. Das kommende Projekt plane eine Erweiterung der berufspraktischen Kompetenzen, um die Chancen der Jugendlichen auf Ausbildungs- oder Arbeitsplätze weiter zu vergrößern, betonte Graff.

Das Öko-Projekt vermittelt den Jugendlichen praktische Anleitungen und theoretische Grundlagen. Die sozialpädagogische Begleitung nimmt einen erheblichen Anteil ein. Dabei richtet sich das Interesse auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen und auf die Beratung bei Problemen individueller, familiärer, finanzieller und beruflicher Art.

Begleitet wurde Elisabeth Graff von Heiderose Heyer, der sozialpädagogischen Fachkraft des Vereins, die die Betreuung aller Projekt-Teilnehmer koordiniert, Joachim Keller, dem Leiter Finanzen, sowie Nicole Teißner, die am Öko-Projekt teilnimmt. Der erhöhte Sachkostenzuschuss des Kreises für den Jugend-Hilfe-Verein gilt analog für andere soziale Beratungsstellen. Das Land Rheinland-Pfalz hat seine Sachkostenfinanzierung gestrichen.

Bildunterzeile zum FOTO: Den erhöhten Kreiszuschuss für den Jugend-Hilfe-Verein schriftlich in der Hand: Heiderose Heyer (v.l.), Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Elisabeth Graff, Nicole Teißner und Joachim Keller.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.08.2003

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