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Galenberg zeigt Flagge

Landrat überreicht Genehmigung an Reinhold Schmitz – Dorf mit alter Tradition und jungen Einwohnern

Erstmals in ihrer Geschichte kann die Gemeinde Galenberg eine eigene Flagge führen. Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte die Genehmigungsurkunde jetzt an Ortsbürgermeister Reinhold Schmitz und den Ersten Beigeordneten Bernd Göbel.

„Wir werden die Flagge bei der Einweihung des neuen Bürgerhauses in Galenberg vorstellen“, freute sich Schmitz über „einen schönen Anlass“. Zu diesem Bauprojekt hat Galenberg nach den Worten Pföhlers in diesem Jahr einen Zuschuss von 182.000 Euro aus dem Investitionsstock erhalten.

Die vom Landrat unterzeichnete Urkunde erteilt der Brohltaler Ortsgemeinde die Genehmigung, folgende Flagge zu führen: „Banner, Hängeflagge, hochrechteckige Hissflagge mit roter Vierung als erster Platz, darin das Wappen der Ortsgemeinde Galenberg aufgelegt, sechsfach rot-weiß geständert“.

Das Hoheitszeichen der etwas mehr als 200 Einwohner zählenden Höhengemeinde westlich von Niederzissen lehnt sich eng an die langjährige Zugehörigkeit Galenbergs zur Herrschaft Olbrück an. Die zwölf sternförmigen angeordneten roten und weißen Felder zeigen das Wappen der Familie Waldbott-Bassenheim, die von 1481 bis 1797 auf Olbrück herrschte.

Links oben ist das Ortswappen abgebildet. Dieses besteht aus zwei Hälften. Links ist das „Schneider-Kreuz“ zu sehen, das am südlichen Dorfrand steht. Der Inschrift und Überlieferung zufolge wurde 1595 ein Schneider aus Dedenbach, Niederzissen oder Niederdürenbach von den Olbrückern zu Tode geschleift, weil er ein Gewand nicht rechtzeitig liefern konnte. Die rechte Hälfte des Wappens zeigt den Zwiebelturm der wohl 1729 errichteten Galenberger St. Rochus-Kapelle sowie zwei Kreuze für die kirchliche und politische Zugehörigkeit des Dorfes: Das rote Kreuz symbolisiert das Bistum Trier, das schwarze steht für den Kölner Kurstaat.

Galenberg gilt als wachsende Gemeinde mit einen relativ hohen Anteil junger Menschen. Nachdem ein mehrstufiger Bebauungsplan erstellt wurde, begann in den 80er Jahren eine rege Bautätigkeit. Gegenüber 1970 hat sich die Zahl der Häuser verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg um 25 Prozent. 57 Prozent der Einwohner sind jünger als 40 Jahre, die Zahl der unter 20-Jährigen ist so hoch wie die der über 60-Jährigen. Alle Erwerbstätigen verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb des Ortes.

Bildunterzeile zum FOTO (zwei Fotos zur Auswahl):
Zeigen Flagge: Galenbergs Erster Beigeordneter Bernd Göbel (v.l.), Ortsbürgermeister Reinhold Schmitz, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Brohltal-Bürgermeister Hermann Höfer.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.08.2003

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