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„Chancen für A1 waren noch nie so günstig wie jetzt“

Landrat zur Eifelautobahn: Es kommt entscheidend auf die Mainzer Landesregierung an – Bürgermeister Romes: Unternehmer beklagen Wettbewerbsnachteile

Unternehmer vor allem aus der Eifel sollen das „A1-Forum“ nutzen, um dabei auf die Dringlichkeit des noch fehlenden Autobahn-Teilstücks hinzuweisen. Diesen Appell richtet Landrat Dr. Jürgen Pföhler an die Firmen-Chefs. Beim „A1-Forum“ handelt es sich um eine Veranstaltung am Mittwoch, 1. Oktober, 18.30 Uhr, am Nürburgring (Media-Zentrum am „Start und Ziel“).

Der Landrat: „Der Lückenschluss der A1 zwischen Blankenheim und Daun mit einer Anschlussstelle für Adenau ist überregional das für uns bedeutendste Verkehrsprojekt. Jetzt endlich hat die Mainzer Landesregierung die Chance, die A1 fertig zu bauen.“

Zunächst müsse der im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2001 - 2015 festgestellte „vordringliche Bedarf“ in das Bundesfernstraßen-Ausbaugesetz übernommen werden. „Die Chancen für den Lückenschluss der Eifelautobahn waren noch nie so günstig wie jetzt“, betont Pföhler. Es komme entscheidend auf die Landesregierung in Mainz an, die Weichen präzise zu stellen. „Das Baurecht muss vollständig und wasserdicht sein, die Planung muss auf sicheren Füßen stehen.“

Es sei erfreulich, dass der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage den A1-Lückenschluss „mit höchstem Nachdruck“ verfolgen wolle. „Wir werden die Landesregierung aber an ihren Taten messen“, erklärte der AW-Landrat.

Die Argumente sprechen nach Ansicht Pföhlers eindeutig dafür, „dass die Bagger möglichst bald anrollen“, um das 31 Kilometer lange Autobahnstück zu bauen: Die moderne Verkehrsinfrastruktur sei ein entscheidender Standortfaktor für alle Regionen und „überlebenswichtig für den strukturschwachen ländlichen Raum“. Nach einer IHK-Umfrage bewerteten 82 Prozent der Betriebe eine gute Verkehrsinfrastruktur als existenznotwendig oder sehr wichtigen Faktor.

Der Bau der A61 habe für neue Gewerbegebiete und steigende Einwohnerzahlen im Ostteil des AW-Kreises gesorgt, nennt Pföhler einen Vergleich. Auch im Westteil, der Hocheifel, sollten mit der A1 neue, heimatnahe Arbeitsplätze heranwachsen und das Pendleraufkommen minimieren. Das sei umweltschonend, entlaste die Gemeinden vom Durchgangsverkehr und sorge damit für mehr Verkehrssicherheit. Für den Nürburgring sei der Lückenschluss sehr wichtig, das Wirtschaftzentrum Köln lasse sich dann besser erreichen.


Hermann-Josef Romes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, bestätigt die wirtschaftliche Dringlichkeit des Lückenschlusses: „Bei fast jedem Gespräch über eine Betriebsansiedlung oder Erweiterung eines bestehenden Betriebes wird mir die Frage gestellt, wann mit der Realisierung des Lückenschlusses der A1 zu rechnen sei. Und im gleichen Atemzug rechnet mir der Unternehmer vor, mit welchem Zeit- und Kostenfaktor er jeden Kilometer bis zum nächsten Autobahnanschluss kalkulieren muss. Das stellt einen eklatanten Wettbewerbsnachteil für die ohnehin wirtschaftlich schwache Hocheifelregion dar, der so rasch wie möglich beseitigt werden muss.“

Ausrichter des A1-Forums ist die „Kommunale Arbeitsgemeinschaft pro Lückenschluss A1“ mit Bürgermeister Romes an der Spitze. Teilnehmer sind unter anderem Vertreter der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Landesstraßenbetriebe Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, des ADAC sowie der Landkreise Daun, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Euskirchen und Ahrweiler.

Im Adenauer Rathaus sind nähere Informationen zu der Veranstaltung am 1. Oktober erhältlich: Kirchstraße 15, 53518 Adenau, Ruf 02691/305-11, Fax /305-494, E-Mail proA1@adenau.de.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.09.2003

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