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Heimatmuseum-Haus in Waldorf steht jetzt unter Denkmalschutz

Landrat Dr. Pföhler überreichte Dokument persönlich an Else Dünchel

Das Heimatmuseum in Waldorf wurde erst kürzlich feierlich eröffnet, jetzt steht das Gebäude offiziell unter Denkmalschutz. Das entsprechende Dokument nach dem Landesgesetz zum Schutz und zur Pflege der Kulturdenkmäler hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler persönlich an Else Dünchel überreicht. Sie ist Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins e.V. Waldorf, der die Idee des Heimatmuseums mit großem Engagement in die Tat umgesetzt habe, wie der Landrat unterstrich.

Pföhler nutzte den bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ für einen Besuch in der Vinxtbachgemeinde. Dabei lobte er Waldorf als einen der ersten Orte im AW-Kreis, der über ein umfassendes Dorferneuerungskonzept verfügte, erinnerte an die zahlreichen Erfolge beim „Unser Dorf“-Wettbewerb und bezeichnete das in Eigenleistung geschaffene Heimatmuseum als „Haus für Generationen“.

„Die Älteren werden sich selbst an ihre Jugend erinnert fühlen“, meinte Dr. Pföhler. „Und für die Jugendlichen, für die Computer und Handy selbstverständlich sind und die sich ein Leben ohne fließendes Wasser und Fernsehen nicht mehr vorstellen können, wird hier der Alltag früherer Zeiten lebendig.“ Gerne habe der Kreis die Neugestaltung des alten Gebäudes bezuschusst.

Das Haus Kleingasse 2, in dem der Heimatlyriker Paul Marx geboren wurde, ist in der für Waldorf typischen Fachwerkbauweise errichtet. In der Unterschutzstellungsverfügung heißt es unter anderem, bei dem Anwesen handele es sich um einen kleinen Bauernhof des frühen 19. Jahrhunderts (1826). Traufständig zur Straße stehe das zweigeschossige Wohnhaus in konstruktivem Fachwerk mit Satteldach. Die Innendisposition sei mit leichteren Veränderungen erhalten, ebenso die zweigeteilte Hauseingangstür aus der Erbauungszeit.

Und weiter: „Rückwärtig schließen sich kleinere Nebengebäude an, die in der Gesamtheit mit dem Wohnhaus noch Zeugnis davon geben können, wie eine kleinbäuerliche Hofstelle des beginnenden 19. Jahrhunderts aussah. An der Erhaltung und Pflege des Anwesens besteht öffentliches Interesse aus wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen sowie zur Förderung des geschichtlichen Bewusstseins“, hält die Denkmalschutzverfügung fest.

(Veranstaltung am 14.09.2003)


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.09.2003

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