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Das volle Vertrauen von drei Landräten genossen

Kreis-Kämmerer Peter Müller ist im Ruhestand – Nürburgring-Neubau und RWE-Verhandlungen als Großprojekte – Dr. Pföhler: „Kreis-Finanzen in besten Händen“

Peter Müller, der langjährige „Finanzminister“ des Kreises Ahrweiler, ist in den Ruhestand getreten. Bei einer Feierstunde vor rund 100 Gästen, unter ihnen zahlreiche Mitglieder des Kreistags, verabschiedete Landrat Dr. Jürgen Pföhler jenen Mann, „der fast ein Vierteljahrhundert unser Kämmerer war“.

Wer als Leiter der Finanzabteilung eine der wichtigsten Positionen in einer Kreisverwaltung übernehme und das ungebrochene Vertrauen von drei Landräten – Plümer, Weiler, Pföhler – genieße, der müsse ein besonderer Mann sein, lobte der amtierende Kreis-Chef den angehenden Ruheständler. Dr. Pföhler sprach von einer „Erfolgsstory Peter Müller“ und einer „Bilderbuchkarriere“. Müller, der 1958 als 17-Jähriger im Kreishaus eingestellt wurde und in 45 Dienstjahren sechs Landräte erlebte, habe die große Stärke besessen, vorausschauend zu denken und zu planen. Hinzu seien „enormer Sachverstand, Gradlinigkeit, Entscheidungsfreude und politisches Gespür“ gekommen.

Als herausragende Projekte Müllers listete Landrat Pföhler auf: nach dem Aus für die Nordschleife des Nürburgrings die Beschaffung von Flächen für den Neubau der Rennstrecke sowie das anschließende Bebauungsplanverfahren in den 80er Jahren; die „äußerst schwierigen Verhandlungen“ mit der RWE AG und den Kommunalverwaltungen über die Stromkonzessionsverträge Anfang der 90er; und die Finanzierung des bis 2005 laufenden 30 Millionen Euro umfassenden Schulbauprogramms des AW-Kreises.

Der Landrat weiter an die Adresse des Ex-Kämmerers: „Es ist maßgeblich Ihnen mit zu verdanken, dass der Kreis Ahrweiler neben ganz wenigen anderen Kreisen noch einen ausgeglichenen Haushalt hat. Und es ist entscheidend Ihr Verdienst, dass wir in ganz Rheinland-Pfalz mittlerweile der einzige Kreis sind, der noch eine freie Finanzspitze vorweisen kann. Einen objektiveren und besseren Beweis dafür, dass die Kreisfinanzen bei Ihnen immer in den besten Händen waren, kann es nicht geben.“

Die Vorsitzenden der beiden größten Kreistagsfraktionen äußerten sich lobend über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Beamten. Karl-Heinz Sundheimer (CDU) hob die offene Kooperation Müllers mit allen Fraktionen hervor. Dieser habe stets den Dialog gesucht und sei guten Argumenten zugänglich gewesen. Dirk Banze (SPD) dankte dem Kreiskämmerer, bei dem man nie eine parteipolitische Brille entdeckt habe, mit den Worten: „Wenn wir sie brauchten, waren Sie da.“

Auch aus dem Kollegenkreis kam viel Anerkennendes: Müllers Fachbereichsleiterin, Babette Täpper, schätze dessen „Kollegialität“, Personalratsvorsitzender Albert Mertens seine „Menschlichkeit“ und für den Mitarbeiter der Finanzabteilung, Herbert Wiemer, war Müller „mehr Vorbild als Vorgesetzter“.

Und noch eine Eigenschaft habe Müller ausgezeichnet: Charme. Dazu eine Einschätzung des Landrats, die unter den Gästen für Heiterkeit sorgte: „Finanzminister, Kassenwarte oder Kämmerer gehören kraft Amtes nicht zu den Beliebtesten. Bei Geldwünschen müssen sie manchmal rigoros nein sagen. Zwar musste auch Peter Müller oft nein sagen, auch zu seinen Landräten. Dies hat seiner Beliebtheit aber keinen Abbruch getan. Denn er verfügte über eine charmante Art, nein zu sagen. Zum Schluss war man sogar der Überzeugung, gar kein Geld zu wollen, und hat sich sogar noch für den freundlichen Ratschlag bedankt.“

Die Müller-Nachfolge übernahm der bisherige Leiter der Zentral-Abteilung, Werner Solbach. Dessen Nachfolge wird noch geregelt.

Bildunterzeile zum FOTO:
Kreis-Kämmerer Peter Müller (Mitte) wurde verabschiedet von Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.l.n.r.), Babette Täpper, Albert Mertens und Rudolf Oster, Ministerialdirigent im Mainzer Innenministerium.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.10.2003

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