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Hochschulen öffnen dem Handwerk Türen

Landrat gratuliert Harry Krischer für bundesweiten Preis – „Eindrucksvollen Erfinder-geist bewiesen“ – Betrieb aus Oberzissen entwickelt neues Türensystem – Meister fand Professor

Die Firma Krischer Fenster- und Türensysteme aus Oberzissen hat den „Professor-Adalbert-Seifritz-Preis 2003“ im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Meister sucht Professor“ er-halten. Landrat Dr. Jürgen Pföhler nutzte einen Besuch im Brohltal, um Firmeninhaber Harry Krischer persönlich zu gratulieren.

Der Schreinermeister und Diplom-Ingenieur Krischer habe mit seinen innovativen Türen- und Fenstersystemen erneut eindrucksvollen Erfindergeist bewiesen, erklärte Pföhler. Die Aus-zeichnung zeige, dass auch kleine Handwerksbetriebe vom Technologietransfer der Hochschu-len profitieren können.

Die 5.000 Euro Prämie teilt sich Krischer mit Professor Dr. Manfred Helmus von der Universität Wuppertal. Die beiden arbeiten seit 1999 zusammen. Der Wettbewerb prämiert den besonders gelungenen Technologietransfer aus Hochschulen in Handwerksunternehmen hinein.

Die von Harry Krischer entwickelte und 1998 patentierte Holztür „Condoor“ wurde von Prof. Helmus, der den Fachbereich Bauwirtschaft/Baubetrieb an der Uni Wuppertal leitet, auf Herz und Nieren geprüft. Anschließend entwickelten die beiden Kooperationspartner eine Vermark-tungsstrategie für das Produkt.

Condoor steht für „convex door“, also eine nach außen gewölbte Tür. Diese erinnert an die Tragflächen eines Flugzeugs. Neben ihrer eleganten Optik und einer großen Gestaltungsvielfalt zeichnet sich die Tür durch eine leichte, aber stabile Konstruktion aus, die aus zwei gewölbten Holzschalen besteht. Der Hohlraum im Türinneren, in dem es weder Spanten noch Verstrebun-gen gibt, kann neben einer Vakuumdämmung auch andere Funktionsmaterialien aufnehmen, etwa zum Einbruch- oder Schallschutz.

Das nach dem Condoor-Prinzip gefertigte Sortiment umfasst Außentüren für Null-Energiehäuser, extrabreite Innentüren für behindertengerechtes Wohnen, Türen mit bis zu drei Metern Höhe oder solche mit schwerem Schallschutz, beispielsweise für Tonstudios. Zurzeit wird ein Netz aus Fertigungs- und Vertriebspartnern ausgebaut. Im kommenden Jahr soll eine Marketingkampagne für das Produkt starten.

Harry Krischer hat im Fensterbau bereits mehrere Patente zur Marktreife geführt. Im Jahr 2000 erhielt der Ingenieur aus Oberzissen den Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz. 2002 kam der Preis „Success – outputorientierte Innovationsförderung“ hinzu. Die jetzige Auszeich-nung wird von der Steinbeis-Stiftung in Stuttgart und der Signal-Iduna Gruppe bundesweit ver-geben, ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wurde auf mehrere Preisträger aufgeteilt.

Bildunterzeile zum FOTO:
Die Richtung stimmt: Ingenieur Harry Krischer (rechts) und Landrat Dr. Jürgen Pföhler.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.10.2003

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