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„Norbert“, das neue Therapiepferd

Landrat und Kreissparkasse helfen der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiat-rie in Bad Neuenahr

Eine außergewöhnliche Bitte hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Neuenahr mit Hilfe der Kreissparkasse Ahrweiler jetzt erfüllt. „Wir möchten das Projekt ´Therapeutisches Reiten´ weiterführen“, hatte die Leitende Ärztin, Dr. Eva Bergheim-Geyer, dem Landrat bei dessen jüngstem Besuch in der Klinik gesagt. Und was braucht man für dieses Projekt? Richtig: ein Pferd. Genauer gesagt: ein Therapiepferd.

„Norbert“, so heißt der kleine, kräftige Knabstrupper, hat sein neues zu Hause auf dem Ger-hardshof in Löhndorf bereits bezogen. Jetzt kann er die Herzen der jungen Patienten erobern. „Das therapeutische Reiten ist seit 1992 fester Bestandteil des therapeutischen Konzeptes der Klinik“, erklärte Bergheim-Geyer. Zugleich dankte sie Landrat Pföhler und Sparkassendirektor Dieter Zimmermann herzlich für die 2.500 Euro-Spende der KSK.

Pferde hätten sich als therapeutische Hilfe bewährt, berichtete die Ärztin weiter. Einsatzgebiete der Vierbeiner seien zunehmend die ambulante und stationäre Psychotherapie für Kinder, Ju-gendliche und Erwachsene. Besonders hilfreich erweise sich dies in der Behandlung psycho-somatischer Erkrankungen sowie in der Therapie von Essstörungen, Traumafolgen, Depressio-nen, Ängsten oder Beziehungsstörungen.

Durch die sensible Wahrnehmung des Pferdes und seine direkte Reaktion würden den jungen Menschen unbewusste Einstellungen, Verhaltens- und Beziehungsmuster deutlich. Bestimmte Körperhaltungen, Bewegungen und muskuläre Spannungen, die bei psychischen Krisen auftre-ten, ließen sich durch den körperlichen Kontakt zum Pferd bewusst erfahrbar und somit verän-derbar machen.

Eine speziell ausgebildete Fachkraft leite die Reittherapie mit den Kindern und Jugendlichen, die mehrmals in der Woche in Kleingruppen stattfinde. Die DRK-Ärztin: „Die Arbeit und der Kon-takt mit dem Pferd erleichtern unseren jungen Patienten den Umgang mit Ängsten und Frustra-tionen. Das Vertrauen zum Pferd und zur eigenen Leistung werden aufgebaut und führen zu ei-ner besseren Selbsteinschätzung. Außerdem wird die Konzentrationsfähigkeit geschult und das Sozialverhalten in der Gruppe verbessert.“

Zum therapeutischen Reiten gehöre auch der Umgang mit dem Pferd vor und nach dem Reiten. Gemeinsam werde „Norbert“ von der Koppel geholt, versorgt, geputzt und aufgezäumt. Aus Al-tersgründen stehe „Norberts“ Vorgänger nicht mehr für Therapiezwecke zur Verfügung.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.11.2003

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