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Jedes Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung

Landrat besuchte Levana-Schule – Kreis erweitert Sonderschulen für 415.000 Euro

Auch die Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler braucht mehr Platz. Daher erweitert der Kreis Ahrweiler als Träger dieser Sonderschule, die ihren Förderschwerpunkt auf die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen legt, den Gebäudetrakt im Schulzentrum Bachem. Über Einzelheiten haben sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Schulleiter Helmut Gimmler unterhalten.

Pföhler hat den Antrag auf vorzeitigen Baubeginn in diesen Tagen nach Mainz geschickt. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen. Zuvor muss das Mainzer Bildungsministerium jedoch das O.K. geben. Die Erweiterung der Levana- und der benachbarten Don-Bosco-Schule, bei der es sich ebenfalls um eine Sonderschule handelt, ist mit 415.000 Euro veranschlagt.

Diese Maßnahme ist Teil des Schulbauprogramms für alle elf Schulen des AW-Kreises, das 30 Millionen Euro umfasst, bis 2005 läuft und für Landrat Pföhler „absolute Priorität“ genießt. Während für Don Bosco zwei eigene Klassen mit separatem Eingang angebaut werden, wird im Levana-Gebäudeteil die derzeitige Hausmeisterwohnung umgebaut. Aus dieser Wohnung, die nicht mehr benötigt wird, entstehen neue Gruppen-, Lernmittel- und Büroräume.

Das Schulbauprogramm hatte den entsprechenden Fehlbedarf an Räumen festgestellt. Hinzu kommt ein leichter Anstieg der Schülerzahlen. Im Schuljahr 1998/99 zählte die Levana-Schule 60 Schülerinnen und Schüler – derzeit sind es 68. Damit ist diese Schule die zweitkleinste in Kreisträgerschaft. An der Nürburgring-Schule in Wimbach, ebenfalls einer Sonderschule, werden 40 Kinder betreut und unterrichtet.

Während die Handwerker im kommenden Jahr anrücken, haben die EDV-Techniker bereits ganze Arbeit geleistet: In jeder Klasse steht ein PC zur Verfügung. Mit spezieller Software arbeiten Schüler und Lehrer an Computern. Ein Internet-Zugang ist ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit: Alle Levana- und die Ganztagsschüler der Don-Bosco-Schule werden aus der eigenen Levana-Küche versorgt. Eine Köchin bereitet an jedem Schultag die Mahlzeiten.


Die Schule nimmt nach den Worten ihres Rektors Kinder aus dem gesamten Kreisgebiet mit besonderem Förderbedarf auf. Gimmler: „Derzeit unterrichten wir mit 23 Lehrerinnen und Lehrern in acht Klassen.“ Die Schulpflicht für die behinderten Kinder beginne mit dem sechsten Lebensjahr. Der Schulbesuch dauere zwölf Jahre. Zum pädagogischen Konzept erklärte Helmut Gimmler: „Wir gehen von der Sichtweise aus, dass jedes Kind Akteur seiner eigenen Entwicklung ist. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, den Unterricht so zu gestalten, dass jedes Kind durch eigene Aktivität seine Kompetenzen und Fertigkeiten in verschiedenen Bereichen entwickelt und erweitert.“ Unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung jedes einzelnen Kindes würden die Lernangebote ausgewählt. Hierbei stehe die Förderung des Menschen in seiner Ganzheit im Vordergrund, betonte Gimmler.

Bildunterzeile zum FOTO:
Mit Musik ganzheitlich lernen: Schüler der Levana-Schule mit Barbara Schröder (Abteilungsleiterin für Schulen, Kultur und Sport in der Kreisverwaltung), Sonderschulrektor Helmut Gimmler und Landrat Dr. Jürgen Pföhler (stehend von links).


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.11.2003

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