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„Hoch angesehener Partner der Jugend- und Familienarbeit“

Familienbildungsstätte bietet biografisch begleitendes Lernen – Zuschuss vom Kreis, Kürzungen vom Land – Inge Schneider: „Enorme Finanzprobleme“

Die Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler (FBS) ist ein fester und hoch angesehener Partner der Jugend- und Familienarbeit im Kreis Ahrweiler. Das hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei seinem jüngsten Gespräch mit FBS-Leiterin Inge Schneider und dem neuen Vorsitzenden des Trägervereins „Katholische Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.“, Pfarrer Peter Dörrenbächer, unterstrichen.

Mit dem erneuten Zuschuss von mehr als 25.000 Euro für die FBS habe der Kreis auch in diesem Jahr seine Familienfreundlichkeit dokumentiert. Diese Finanzhilfe aus dem Kreishaushalt habe geholfen, dass die FBS vor allem jungen Familien Kurse und Arbeitskreise zu günstigen Gebühren anbieten könne. „Der Kreis steht auch in Zeiten knapper Kassen zu den sozialen Einrichtungen“, unterstrich Dr. Pföhler. Im Gegensatz dazu habe das Land Rheinland-Pfalz erneut Kürzungen vorgenommen, kritisierte Schneider.

Für Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger sowie deren Kinder seien Eltern-Kind-Veranstaltungen mit pädagogischem Inhalt sogar komplett kostenfrei, sagte Schneider. „Diese Kurse sind für Kinder und Erziehungsberechtigte von besonderer Bedeutung, weil sie dort neben fachlichen Anleitungen die Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Eltern finden“, so die FBS-Leiterin weiter.

Die FBS biete ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Teilnehmer aller Altersstufen. „Unser Bildungsrepertoire spricht Menschen von null bis 80 Jahren in verschiedenen Situationen und Konstellationen an“, berichtete Inge Schneider über das „biografisch begleitende Lernen“ für Einzelpersonen und Gruppen unter Anleitung der FBS.

Dazu zählten Aktivitäten für Eltern und Kinder, Hauswirtschafts-, Gesundheits- und Kreativitätskurse oder Kurse für junge Leute sowie werdende und junge Eltern. Neben dem Kreis Ahrweiler gewährten das Bistum Trier, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler finanzielle Zuwendungen.

Kritisch äußerte sich Geschäftsführerin Schneider – auch als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Familienbildungsstätten im Bistum Trier“ – in Richtung Mainz: „Das Land hat uns seine Zuschüsse erneut und diesmal um 25 Prozent gekürzt. Das stellt alle Familienbildungsstätten vor enorme Finanzprobleme. Und dass uns die Kürzung der Landeszuschüsse für das Jahr 2003 erst im Herbst mitgeteilt wurde, ist obendrein sehr ärgerlich.“

Während die FBS ihr Hauptaugenmerk auf junge Familien richtet, markierte in früheren Jahren auch die Ausbildung von schwer vermittelbaren Jugendlichen ein zentrales Anliegen der FBS. Rund 150 dieser jungen Menschen wurden ins Berufsleben geführt. Schneider und Pföhler bescheinigten sich gegenseitig eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Familienbildungsstätte und der Kreisverwaltung. – Info: Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hauptstraße 80 (gegenüber Kaufhaus Moses), 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/27039, Fax /78305.

Bildunterzeile zum FOTO:
Die Unterstützung des Kreises schwarz auf weiß händigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.r.) FBS-Leiterin Inge Schneider und Pfarrer Peter Dörrenbächer aus.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 13.11.2003

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