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Personalbestand beim Sinziger Fliesen-Produzenten gesichert

Landrat: „Modernisierung des Betriebs ist Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort AW-Kreis“ – Deutsche Steinzeug: Wettbewerbsfähig trotz schwieriger Wirtschaftslage

Der Personalbestand im Sinziger Werk des Keramik-Produzenten „Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG“ ist mittel- bis langfristig gesichert. Das hat Werkleiter Ingo Krüppel gegenüber Landrat Dr. Jürgen Pföhler versichert. Zugleich sprach Krüppel von einer „nach wie vor schwierigen Wirtschaftslage im deutschen Bauhauptgewerbe“, die er unter anderem mit der hohen Arbeitslosigkeit und der möglichen Streichung der Eigenheimzulage begründete.

Beim Besuch des Sinziger Werkes, das im Volksmund als „Agrob“ bekannt ist, lobte der Landrat „die hohen Investitionen, die dem Traditionsunternehmen Zukunfts-Chancen auf einem hart umkämpften Markt verschaffen“. Die Modernisierung des Betriebs sei auch „ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler“, betonte Dr. Pföhler, der Wirtschaftsunternehmen regelmäßig Besuche abstattet. Die Deutsche Steinzeug sei ein enorm wichtiger Arbeitsplatzgarant für Sinzig und weitere Bereiche des AW-Kreises. Derzeit beschäftigt der Betrieb im Sinziger Osten rund 260 Mitarbeiter.

Zu kämpfen habe das Unternehmen vor allem mit ausländischer Konkurrenz, erklärte Krüppel. Konkret nannte er Italien und Spanien sowie künftig – ein Vorbote der Globalisierung auch auf diesem Sektor – China. Mit Spezialisierungen, Rationalisierungen und Qualitätssteigerungen, nicht mit mehr Quantität, wolle das Unternehmen diesem Trend begegnen. Der Werkleiter: „Wir optimieren mit den Investitionen die Herstellungsprozesse und nutzen alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung, indem wir beispielsweise die Prozesswärme und recyclingfähiges Material wieder in den Fertigungskreislauf einfließen lassen.“

Die Einführung des „vollkontinuierlichen Schichtbetriebs“ habe die Fertigungsleistung nochmals gesteigert. Die Personalkosten seien gesenkt worden, allerdings nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, sondern durch den Abbau von Hierarchie-Ebenen und durch die Einführung flexibler Arbeitszeiten. In der Objektkeramik, die in Sinzig produziert werde, habe das Unternehmen aufgrund der sehr spezifischen Produktpalette sogar zusätzliche Marktanteile gewonnen.

Produziert werden in Sinzig in diesem Jahr rund 3,2 Millionen Quadratmeter Bodenfliesen in neun Stärken zwischen acht und 18 Millimetern. Dabei handelt es sich um 470 Artikel und 110 Formteile. Unglasierte Feinsteinzeug-Bodenfliesen entstehen im Rollenofen, unglasierte Steinzeug-Bodenfliesen im Tunnelofen. Pro Monat werden 8.800 Tonnen Rohstoffe angeliefert, darunter Tone aus dem Westerwald sowie Feldspat, Dolomit, Talkum und Farbkörper aus dem In- und dem europäischen Ausland. 460 beladene Lkw verlassen das Sinziger Werk im Monatsdurchschnitt.

Fazit von Pföhler und Krüppel: Das Unternehmen sei und bleibe auch gegenüber der ausländischen Konkurrenz wettbewerbsfähig und trage den Slogan ´Die keramische Kraft´ auf dem Werksdach zu Recht.

Bildunterzeile zu den FOTOS:
Deutsche Steinzeug-Produkte, made in Sinzig: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.r.), Werkleiter Ingo Krüppel, Kreis-Wirtschaftsförderer Wolfgang Stiglitz.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.11.2003

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