BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Rhein-Sieg, Ahrweiler und Bonn arbeiten weiter zusammen

Regionaler Arbeitskreis als organisatorisches Bindeglied – Region Hannover beispielhaft?

Die Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler mit ihren insgesamt 27 Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden sowie die Bundesstadt Bonn arbeiten bei der nachhaltigen räumlichen Planung seit mehr als zwölf Jahren zusammen. Wie sieht die gemeinsame Zukunft aus? Ist die Region Hannover ein passendes Beispiel?

Keimzelle der Kooperation war der Regierungsumzug von Bonn nach Berlin. Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages von 1991, Parlament und Teile der Regierung an die Spree zu verlagern, wollte die Region am Rhein den Strukturwandel gemeinsam bewältigen. In der Regionalentwicklung hat sich die Zusammenarbeit verstärkt. Das bestätigt sich in mehreren erfolgreichen Projekten. Diese Projektarbeit für die Bürger der Region haben eine Vertrauensbasis zwischen den Kommunen geschaffen und das regionale Denken vorangebracht.

Organisatorisches Bindeglied ist der Regionale Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr (rak). Vorsitzende des rak ist derzeit Babette Täpper von der Kreisverwaltung Ahrweiler. Sie sagt: „Das gemeinsame regionale Denken allein ist schon Grund genug, auf diesen Erfolgen aufzubauen und über die weitere Entwicklung nachzudenken. Aber der Wegzug der Bundeseinrichtungen ist nicht mehr bestimmend für die Arbeit des rak. Deshalb wollen wir die Weiterentwicklung der Kooperation diskutieren.“

Wie die gemeinsame Zukunft aussehen könnte, zeigt beispielhaft die Region Hannover. Dort wird seit 40 Jahren eine enge Kooperation der Landeshauptstadt mit den Umlandkommunen gepflegt. 2001 mündeten diese Bemühungen formell in der Bildung der Region Hannover. Eine Exkursion des rak in die niedersächsische Landeshauptstadt verfolgte das Ziel, von den dortigen Erfahrungen zu profitieren. Wie etwa sehen die Vor- und Nachteile der gewählten Organisationsform aus? Bürgermeister, Beigeordnete und leitende Verwaltungsexperten aus der rak-Region diskutierten mit ihren Kollegen aus Hannover und dem Umland.

Zwar arbeiten beide Regionen nicht unter gleichen Rahmenbedingungen. Dennoch brachte der Meinungsaustausch Punkte ans Tageslicht, die auch für die Region Rhein-Sieg/Ahrweiler Bedeutung gewinnen können. Die Ergebnisse sollen in den einzelnen Gebietskörperschaften diskutiert werden.

Sigurd Trommer, Bonner Stadtbaurat und stellvertretender rak-Vorsitzender, stellt fest: „Diese Diskussionen sind notwendig. Dabei macht es jedoch keinen Sinn, kurzfristig dem Modell Hannover nachzueifern. Allerdings sollte es uns gelingen, mittelfristig unseren Weg zu definieren.“

Bildunterzeile zum FOTO:
Sigurd Trommer und Babette Täpper (vorne von links) und ihre rak-Kollegen informierten sich unter anderem bei Prof. Axel Priebs (r.) über die Region Hannover.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.11.2003

<< zurück