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Meldepflicht für Hausschweine eingeführt

Auch Kleinst- und Hobbyhalter verpflichtet – Infos bei Kreisverwaltung

Wer Hausschweine besitzt oder beruflich mit ihnen in Kontakt kommt, muss eine Neuerung beachten. Ab 1. Januar 2004 ist die Meldung der Tiere in der Schweine-Datenbank Pflicht. Das gilt auch für Kleinst- und Hobbyhaltungen im Kreis Ahrweiler, wie die Amtstierärzte der Kreisverwaltung betonen.

Grund: Bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche sowie der Schweinepest ist es unerlässlich, die Herkunfts- und Aufenthaltsorte von Schweinen schnell und eindeutig festzustellen. Nur so lassen sich wirtschaftliche Schäden minimieren. Zur Erinnerung: Allein im Vereinigten Königreich wird der durch die Maul- und Klauenseuche 2001 verursachte volkswirtschaftliche Gesamtschaden auf 30 Milliarden Euro beziffert. Schnelle und exakte Informationen über Tier- und Warenströme sind bei einem globalen Handel eminent wichtig.

Das zentrale Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere, die so genannte HIT-Datenbank mit Sitz in München, registriert seit einigen Jahren alle in Deutschland gehaltenen Rinder. Jetzt wird das System auf Hausschweine erweitert. Erfasst werden ab 1. Januar 2004 alle Schweinehaltungen sowie Firmen und Unternehmen, die mit Schweinen handeln, also Viehhändler, Transporteure und Schlachtstätten.

Allen registrierten Schweine haltenden Betriebe haben vom Landeskontrollverband Rheinland-Pfalz (LKV) in Bad Kreuznach Meldekarten erhalten. Nähere Hinweise gibt auch die Broschüre des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft „Zentrale Datenbank – jetzt auch für Schweine“. Halter müssen die Zahl der jeweils zum 1. Januar eines Jahres im Bestand vorhanden Tiere getrennt nach Zucht- und Mastschweinen melden, und zwar bis jeweils 15. Januar.

Zudem gilt eine Übernahmemeldung. Wer Hausschweine übernimmt, also Aufzucht- oder Mastbetriebe, Transporteure, Viehhändler und Schlachtstätten, ist meldepflichtig. Diese Meldung muss innerhalb von sieben Tagen erfolgen, und zwar per Post oder Fax mit den Meldekarten an den LKV sowie per Internet direkt an die HIT-Datenbank (www.hi-tier.de).

Die Veterinäre in der Kreisverwaltung appellieren an die Schweinehalter, die neuen Regeln zu beachten. Wer Fragen hat, kann gerne im Kreishaus anrufen (02641/975-225). Das gilt vor allem für jene, die noch keine Benachrichtigung vom LKV erhalten oder ihre Schweinehaltung dem Kreis-Veterinäramt noch nicht gemeldet haben.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.12.2003

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