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Trennungs-Stress der Eltern darf nicht zu Lasten der Kinder gehen

Projekt „Begleitender Umgang“ wird erneuert und behält hohen Stellenwert – 26.000 Euro auch in 2004 – Künftig Fachleistungsstunden

Wenn Ehepartner sich trennen, bleiben sie dennoch Eltern. Auch im Trennungsstress und nach der Scheidung sollen möglichst beide Elternteile vertraute Kontaktpersonen und Ansprechpartner für ihre Kinder bleiben. Gibt es dabei Probleme, helfen Fachleute mit dem so genannten „Begleitenden Umgang“. Dieses Projekt wird im Kreis Ahrweiler erneuert.

Einzelheiten hat der Jugendhilfeausschuss des AW-Kreises beraten und einstimmig beschlossen. Die wesentlichen Ergebnisse: Eine Ausschreibung mit präzisen Anforderungen soll einen professionellen Träger ermitteln, der das Projekt mit Fachkräften fortführt. Der Ausschuss schlug vor, dafür 26.000 Euro im Kreishaushalt 2004 bereitzustellen. Das entspricht dem Betrag des Jahres 2003. Das Projekt behalte seinen hohen Stellenwert, stellte der Ausschuss fest.

Welche Ziele verfolgt das Projekt? Dazu werden vier Punkte genannt. Erstens: die Förderung des Kindeswohls; Kontakte zu beiden Elternteilen und anderen wichtigen Bezugspersonen sollen bestehen bleiben. Zweitens: Die sozialen und emotionalen Bindungen zu diesen Bezugspersonen sollen aufgebaut oder wiederhergestellt werden. Drittens: Bei streitenden Eltern soll deren Kommunikations- und Konfliktfähigkeit verbessert werden, damit sie den Umgang mit ihren Kindern eigenständig regeln. Viertens: Die Autonomie und Verantwortung der Eltern soll gestärkt werden, damit sich der Kontakt der Kinder zu beiden Elternteilen eigenverantwortlich gestalten lässt.

Die bisherigen sechsjährigen Erfahrungen mit dem Begleiteten Umgang und die drastische Haushaltslage im Kreis Ahrweiler ließen kaum noch Spielräume für eine pauschalierte Zuschussvergabe zu, hieß es im Jugendhilfeausschuss weiter. Zugleich soll jedoch die Qualität des Projekts weiterentwickelt werden. Daher soll die Beratung künftig über Fachleistungsstunden finanziert werden. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz nennt ein Wunsch- und Wahlrecht für die Elternberatung und fordert ein plurales Trägerangebot. Daher möchte der Kreis mit mehreren Trägern kooperieren, die solche Voraussetzungen erfüllen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.12.2003

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