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„Durch BKA-Verlagerung wird Berlin-Sog weiter verstärkt“

Erste Kreisbeigeordnete Ingrid Näkel-Surges kritisiert den geplanten Umzug des Bun-deskriminalamtes nach Berlin – großer Arbeitsplatzverlust auch für den Kreis Ahrweiler

Als „weiteren harten Schlag ins Gesicht der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler“ bezeichnete Ingrid Näkel-Surges, Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler, die jetzt bekannt gewor-denen Pläne von Bundesinnenminister Otto Schily, den Standort Meckenheim des Bundeskri-minalamtes (BKA) aufzulösen und nach Berlin zu verlagern. Damit gehe erneut eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen auch für den Kreis Ahrweiler verloren. Vor allem für junge Menschen im Ahrkreis entfalle so eine weitere Möglichkeit, heimatnah eine qualifizierte Arbeitsstelle zu fin-den.

„Außerdem wird durch die BKA-Verlagerung der ‚Berlin-Sog’, mit dem wir seit dem Regierungs-umzug in unserer Region zu kämpfen haben, noch mehr verstärkt,“ kritisierte Näkel-Surges wei-ter die Entscheidung aus Berlin. Immer wieder neue Wegzüge von Behörden und Institutionen aus der Region machten die positiven Entwicklungen aus dem Bonn-Berlin-Gesetzes zu Nichte. „Was nützen uns Lippenbekenntnisse pro Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler und die Ansied-lung neuer Einrichtungen aus dem Bonn-Berlin-Ausgleich, wenn uns dafür an anderer Stelle wieder Behörden abgezogen werden?“
Ingrid Näkel-Surges unterstrich auch die negativen Synergieeffekte für die gesamte Region als Wirtschaftsstandort, die der BKA-Umzug für die Region habe: „Der ländliche Raum wird so im-mer mehr von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt“.

Von einer „besonderen Kälte“ zeuge die Art und Weise, wie hier entschieden wurde, so die Kreisbeigeordnete weiter. Mit einem Federstrich werde über das Schicksal von Hunderten von Menschen entschieden, ohne auf deren Belange einzugehen. Dabei spiele es offensichtlich keine Rolle, dass nicht nur die Arbeitnehmer selbst, sondern auch deren Familien aus ihrem so-zialen Umfeld gerissen werden. Auch die Informationspolitik des Bundes – die Mitarbeiter wur-den per e-mail über die Entscheidung unterrichtet – sei mehr als empörend.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.01.2004

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