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BKA-Verlagerung: 500 Menschen im AW-Kreis direkt betroffen

AW-Kreis unterstützt Aktion pro Standort Meckenheim – Unterschriften per Internet – Kreisbeigeordnete Näkel-Surges: „Akzent gegen Berliner Kahlschlag-Pläne“

Der Kreis Ahrweiler unterstützt die Aktion der Stadt Meckenheim zum Erhalt des dortigen Bundeskriminalamtes. Ab sofort kann sich jeder Internet-Nutzer auf den Online-Seiten der AW-Kreisverwaltung unter www.kreis.aw-online.de namentlich eintragen und seine Meinung äußern.

„Mit dieser Unterschriftenaktion setzen wir einen eigenen Akzent gegen die Berliner Kahlschlag-Pläne, die unsere Region mit massiven Arbeitsplatzverlusten und weiteren wirtschaftlichen Problemen bedrohen“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete Ingrid Näkel-Surges. Mit ihrer eigenen Unterschrift hat die Landrats-Vertreterin bereits die Länder übergreifende Protestaktion der Stadt Meckenheim unterstützt. Darin werden die Umzugspläne von Bundesinnenminister Otto Schily kritisiert, weil sie „gravierende soziale, arbeitsmarkt-, finanz- und strukturpolitische Folgen für die betroffenen Menschen, Kommunen und Regionen“ nach sich zögen.

Von den fast 1.200 Beschäftigten am BKA-Standort Meckenheim wohnen rund 200 im Kreis Ahrweiler. Die Zahl der tatsächlich Betroffenen liegt jedoch wesentlich höher. Nach statistischen Werten wird jeder Arbeitsplatz mit dem durchschnittlichen Faktor 2,5 multipliziert, um die Familienangehörigen eines Arbeitnehmers mit zu erfassen. Dies bedeutet, dass rund 500 Menschen aus dem AW-Kreis direkt von der BKA-Verlagerung nach Berlin betroffen wären.

Damit nicht genug: Neben dem „Berlin-Sog“ mit dem Umzug von Ministerien und weiteren Dienststellen des Bundes aus Bonn an die Spree habe der Kreis Ahrweiler zusätzliche, drastische Strukturprobleme zu verkraften, wie Näkel-Surges betont. Konkret listet die Kreisbeigeordnete auf: erstens die Auswirkungen der Gesundheitsreform auf das Kur- und Gesundheitswesen mit dem Verlust von rund 200 Arbeitsplätzen allein bei der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr; zweitens die Schließung des Regierungsbunkers in Marienthal (weitere 200 Arbeitsplätze); drittens die Verlagerung und Auflösung von Bundeswehrdienststellen (Verlust von mehr als 300 Dienstposten); viertens die Schließung von Landesbehörden (Kulturamt Adenau, Amtsgericht Adenau, Straßenmeisterei Altenahr, SLVA Ahrweiler, Zusammenlegung von Forstämtern).

Fazit der Kreisbeigeordneten: „Mit den BKA-Umzugsplänen legt Bundesinnenminister Schily einen Zentralisierungseifer für Berlin an den Tag, der unserer Region schadet.“


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.01.2004

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