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27 Millionen Euro flossen in die Sicherung der drei Alt-Deponien

10.000 Str├Ąucher in Brohl-L├╝tzing gepflanzt ÔÇô Aussichtsplattform auf h├Âchstem Punkt ÔÇô Weitere zw├Âlf Millionen Euro auch nach Oedingen und Schuld

Nach den abschlie├čenden Bauarbeiten zur Rekultivierung der ehemaligen Hausm├╝lldeponie Brohl-L├╝tzing ist der Kreis Ahrweiler der erste und einzige Landkreis in Rheinland-Pfalz, der alle seine Hausm├╝lldeponien in die Nachsorgephase entlassen hat.

Zum Abschluss der Rekultivierung hat Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler einen Baum auf dem Hochpunkt der Deponie in Niederl├╝tzingen gepflanzt. Mit dabei: die B├╝rgermeisterin von Brohl-L├╝tzing, Christel Ripoll, sowie der Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB), Walter Reichling, und dessen Stellvertreter Josef Hommen.

ÔÇ×Die Abfallwirtschaft z├Ąhlt zu den ganz gro├čen St├Ąrken des Kreises Ahrweiler und findet sogar ├╝berregionale AnerkennungÔÇť, erkl├Ąrte Pf├Âhler. Was den Landrat mit Blick auf die B├╝rger besonders freut: ÔÇ×Auch 2004 bleiben unsere M├╝llgeb├╝hren stabil, und das im mittlerweile siebten Jahr in Folge.ÔÇť Diese Leistung habe auch der Bund der Steuerzahler hervorgehoben.

ÔÇ×Dass wir strategisch klug und wirtschaftlich pr├Ązise geplant habenÔÇť, zeigt sich nach den Worten des Landrats an der langj├Ąhrigen Finanzpolitik. Obwohl der Kreis sieben Jahre keine M├╝llgeb├╝hren erh├Âht habe, seien zwischen 1990 und 2003 rund 27 Millionen Euro alleine in die Sicherung der drei ehemaligen Deponien geflossen. In der Nachsorgephase, die mindestens

20 Jahre dauert, kosten die Anlagen in Brohl-L├╝tzing, Remagen-Oedingen und Schuld weitere zw├Âlf Millionen Euro. Nachsorge hei├čt vor allem: die Kontrolle und Entsorgung von Sickerwasser, die Entgasung sowie das Beobachten von Bewegungen des Deponiek├Ârpers.

Zur Deponie Brohl-L├╝tzing: 25 Jahre diente die alte Basaltgrube ÔÇ×Am SteinbergskopfÔÇť zur Lagerung des Hausm├╝lls. Die eingebrachten Abf├Ąlle t├╝rmen sich 80 Meter hoch. Die Arbeiten zur Oberfl├Ąchenabdichtung und Rekultivierung liefen ├╝ber 1,5 Jahre und umfassen eine Auftragssumme von 3,5 Millionen Euro. Erst vor kurzem wurde eine neue Tiefbrunnenpumpe f├╝r 10.000 Euro installiert. Diese Pumpe bef├Ârdert Sickerwasser aus dem Deponie-Innern, das nicht abflie├čen kann, an die Oberfl├Ąche, von wo es abtransportiert wird.

Auf die Deponieoberfl├Ąche wurde eine Kombinationsdichtung aufgebracht, die aus einer mineralischen und einer Foliendichtung besteht. Erstmals in Deutschland wurde die mineralische Komponente als endg├╝ltige Dichtung aus Trisoplast hergestellt. Trisoplast, eine polymerverg├╝tete Sand-Bentonit-Mischung, hat den Vorteil, dass sie nur zehn Zentimeter stark ist. Herk├Âmmliche Tondichtungen sind 60 cm dick. Dies ersparte die Anlieferung von 30.000 Tonnen Material, was die anwohnende Bev├Âlkerung vom Transport entlastete.

Auf die Dichtungsschichten wurde eine 1,50 Meter starke Abdeckung aufgetragen. Anschlie├čend wurde die Deponie rekultiviert und mit mehr als 10.000 Str├Ąuchern sowie 30 hochst├Ąmmigen B├Ąumen bepflanzt.

Die Deponie Remagen-Oedingen wurde bereits 2001 rekultiviert. Dort ist das Ziel der Rekultivierung erreicht, n├Ąmlich die Eingliederung des M├╝llk├Ârpers in die Landschaft und die Schaffung verschiedener Biotopstrukturen. Wie in Oedingen ist ein Teil der L├╝tzinger Deponie f├╝r die Bev├Âlkerung freigegeben. Auf dem h├Âchsten Punkt befindet sich eine Aussichtsplattform mit Sitzb├Ąnken, die vom ehemaligen Deponieeingang und von der Grillh├╝tte aus erreichbar ist.

Bildunterzeilen zu den FOTOS:
[Foto Baumpflanzung] Gute Aussichten: Die Deponie Brohl-L├╝tzing ist rekultiviert, 10.000 Str├Ąucher und 30 B├Ąume sind gepflanzt. Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler (2.v.l.) setzte einen Baum, AWB-Werkleiter Walter Reichling (v.l.), Ortsb├╝rgermeisterin Christel Ripoll und der stellvertretende Werkleiter Josef Hommen packten mit an.

[Foto vor Sitzbank]: Auf dem h├Âchsten Punkt der rekultivierten Deponie Brohl-L├╝tzing befindet sich eine Aussichtsplattform mit Sitzb├Ąnken und einem Basalt-Tisch. AWB-Werkleiter Walter Reichling (v.l.), Ortsb├╝rgermeisterin Christel Ripoll, Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler und der stellvertretende Werkleiter Josef Hommen genossen die freie Sicht in die Eifel.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.01.2004

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