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Die Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler steigen weiter bis 2009

Landrat zum Schulbauprogramm: „Richtiger Zeitpunkt, richtige Strategie“ – Realschulen: stärkster Zuwachs – Gymnasien: die meisten Kreis-Schüler – BBS: größte Schule

Die Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler steigen seit Jahren. Dieser Trend setzt sich in Zukunft fort. Nach den Prognosen wird der Höhepunkt im Schuljahr 2008/2009 erreicht. Im Schuljahr 2013/14 wird die Schüler-Gesamtzahl nach wie vor deutlich über dem Level von 2000/2001 liegen, jenem Schuljahr, in dem die derzeit gültige Langzeitprognose erstellt wurde.

Die aktuellen Zahlen für die weiterführenden Schulen – also Gymnasien, Realschulen und Berufsbildender Schule – zeigt nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler: „Unser Schulbauprogramm kam zum richtigen Zeitpunkt, es verfolgt die richtige Strategie und es gibt den Schulen klare Perspektiven und Planungssicherheit.“ Das Programm umfasst die elf Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler, ist im Jahr 2001 gestartet, läuft bis 2005, umfasst 30 Millionen Euro und genießt für den Landrat „absolute Priorität“.

Basis des Millionen schweren Schulbauprogramms war eine Schulentwicklungsplanung und die auf Pföhlers Initiative hin erstellte Bausubstanzanalyse. Diese ergab einen Fehlbedarf an Räumen in fast allen Kreis-Schulen. Die Folge: Bis 2005 werden die Schulen im Überkreuzverfahren durch neue Gebäude erweitert und in den bestehenden Gebäuden modernisiert.

„Eine Herkulesaufgabe“ nennt der Landrat das Schulbauprogramm des Kreises – organisatorisch, vor allem aber finanziell. Dennoch: „Im Interesse unserer Schulen und der Zukunft unserer Kinder ist dies unverzichtbar.“ Erst wenn diese Aufgabe gelöst sei, könne der Kreis Ahrweiler den Abbau der Verschuldung angehen.

Und: Der Kreis habe, so Pföhler, das „eminent wichtige Zukunfts- und Bildungsthema ´Neue Medien und Schulen´ voran getrieben“: Als erster Kreis in Rheinland-Pfalz stellte Ahrweiler einen Systemkoordinator für die Schulen ein. Die Zahl der vernetzten PCs in den elf Kreis-Schulen stieg von rund 300 im Jahr 2000 auf derzeit 650, die Zahl der speziellen Klassenräume für den Computerunterricht im gleichen Zeitraum von zehn auf 24. Und 346 von insgesamt 391 Klassenräumen einschließlich der Sonderschulen sind mittlerweile vernetzt und damit Internet-tauglich.

Die Schülerzahlen der weiterführenden Schulen ergeben für das derzeitige Schuljahr 2003/2004 folgendes Bild: An den sechs Gymnasien werden 4.589 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Dies sind 16,5 Prozent mehr als im Schuljahr 1998/99 (3.938 Schüler). Dabei handelt es sich um vier Schulen in Trägerschaft des AW-Kreises (Peter-Joerres-Gymnasium, Rhein-Gymnasium Sinzig, Are-Gymnasium und Erich-Klausener-Gymnasium Adenau) sowie um zwei private (das der Ursulinen am Calvarienberg in Ahrweiler und das der Franziskanerinnen auf Nonnenwerth).

Den größten Boom verbuchen die Realschulen, nämlich ein Plus von 17,3 Prozent Schülern zwischen 1998/99 (2.021 Schüler) und 2003/04 (2.370). Von den kreisweit vier Realschulen befindet sich eine in Kreisträgerschaft (Ahrweiler Schützenstraße) und drei in kommunaler beziehungsweise privater Trägerschaft (Adenau, Remagen, Calvarienberg).

Die größte Schule im gesamten Kreis ist die Berufsbildende Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit derzeit 2.604 Schülern. Gegenüber dem Schuljahr 1998/99 (2.396) bedeutet das einen Anstieg von 8,7 Prozent. Den größten relativen Zuwachs verzeichnet der zahlenmäßig kleinste Schulzweig: die Sonderschulen. Die derzeit 507 Jungen und Mädchen bedeuten 21 Prozent mehr als 1998/99 (419).

Wie sieht die weitere Entwicklung aus. Dazu gibt der Schulentwicklungsplan für den AW-Kreis Auskunft. Dieser benennt alle Schüler der Sekundarstufe 1 (5. bis 10. Schuljahr) und der Sekundarstufe 2 (11. bis 13. Schuljahr) mit den Haupt-, Regional- und Realschulen sowie den Gymnasien.

Derzeit besuchen AW-weit rund 9.750 Schülerinnen und Schüler diese Schulzweige. Nach der mittel- und längerfristigen Entwicklung steigen die Zahlen bis zum Schuljahr 2008/2009 jedes Jahr kontinuierlich auf rund 10.200 Schüler. Erst danach sinkt die Kurve und erreicht bis 2013/14 eine Zahl von rund 9.500 Mädchen und Jungen. Den größten Zuwachs verbuchen die Realschulen.

Hinweis an die Medien: Zu diesem Artikel erhalten Sie zwei Grafiken.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.01.2004

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