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Abfallwirtschaft macht Schule

Klassen 8 der Realschule Ahrweiler besuchten Sortier - und Trockenstabilat-Anlage mit AWB-Abfallberater

Die Themen Umweltschutz und Abfallwirtschaft stellen in der Realschule Ahrweiler einen wichtigen Bestandteil des Unterrichts dar. Jetzt gingen Sch├╝ler und Lehrer den Tatsachen auf den Grund: Vier Klassen der Stufe 8 besuchten gemeinsam mit Tino Hackenbruch, Abfallberater beim Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB), die Sortieranlage in Troisdorf und die Trockenstabilat-Anlage in Rennerod.

Dabei erkl├Ąrte Hackenbruch den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern gemeinsam mit deren Lehrern Ines Brod und Burkhard Bender die Grunds├Ątze der Abfallentsorgung im AW-Kreis. Gro├čes Staunen rief eine Zahl hervor: 55.000 Tonnen Abfall allein aus den Privathaushalten entsorgt der AWB pro Jahr.

Auf der Sortieranlage in Troisdorf war zu sehen, wie die Verpackungsabf├Ąlle der gelben Wertstofftonne sortiert werden und anschlie├čend in den Recycling-Kreislauf gelangen. Dort werden 4.500 Tonnen Leichtverpackungen pro Jahr allein aus dem AW-Kreis verarbeitet. J├Ąhrlich packt die Troisdorfer Technik 25.000 Tonnen Leichtverpackungen ÔÇô das sind f├╝nf Tonnen pro Stunde.

Zur Trockenstabilat-Anlage nach Rennerod gelangen ├╝berwiegend die Anteile der schwarzen Restm├╝lltonnen. Hier wird der M├╝ll nicht unbehandelt abgelagert, sondern einer Verwertung zugef├╝hrt. Zun├Ąchst werden Metallbestandteile ausgesondert, dann der Restm├╝ll getrocknet. Die biologische Trocknung reduziert die Masse des Abfallgemisches deutlich und steigert dessen Heizwert. Anschlie├čend folgen mehrere Verfahrensschritte der Stofftrennung in brennbare und nicht brennbare Bestandteile, die sich verwerten lassen.

Beim brennbaren Anteil handelt es sich um das so genannte Trockenstabilat. Dieser Stoff besitzt einen h├Âheren Heizwert als Braunkohle. Das in Rennerod erzeugte Trockenstabilat gelangt beispielsweise in Zementwerke und ersetzt dort andere Energietr├Ąger wie Kohle, ├ľl oder Gas. Eine Sch├╝lerin fand es ÔÇ×toll, mal vor Ort zu sehen, dass die Abf├Ąlle nicht einfach in ein gro├čes Loch fallen, sondern tats├Ąchlich verwertet und zum zweiten Mal genutzt werden.ÔÇť

Dennoch: Der umweltfreundlichste Weg sei es, Abf├Ąlle im Vorhinein zu vermeiden, hielten die Realsch├╝ler fest und beschlossen, beim k├╝nftigen Einkauf verst├Ąrkt Produkte zu bevorzugen, die mit dem ÔÇ×Blauen UmweltengelÔÇť f├╝r besonders umweltfreundliche Herstellungsverfahren ausgezeichnet sind.


Die Mitarbeiter des AWB bieten auch anderen Schulen gerne Vortr├Ąge und Besichtigungen an. Info: AWB (im Geb├Ąude der Kreisverwaltung Ahrweiler), Tino Hackenbruch, Ruf 02641/975-444, E-Mail: awb@kreis-ahrweiler.de, Internet: www.kreis.aw-online.de (AWB) oder www.awb.aw-online.de.

Bildunterzeile zum FOTO:
Gruppenbild vor gepressten Verbundverpackungen: Die Ahrweiler Realsch├╝ler in der Sortieranlage Troisdorf.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.01.2004

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