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Mit Gewehren und Impfködern gegen die Schweinepest

Kreis bittet Jäger wieder um Unterstützung – 50.000 Köder auslegen

Die Schutzimpfung des Schwarzwildes gegen die Schweinepest wird in diesem Jahr fortgesetzt. Mehr als 50.000 Impfköder werden an mehreren Terminen als Schluckimpfung der Wildschweine von Hand ausgelegt.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler bittet die rund 200 Jäger wieder um Unterstützung. Zugleich dankte Landrat Dr. Jürgen Pföhler ausdrücklich der gesamten Jägerschaft für die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Jäger hätten seit zwei Jahren Zeit und Geld investiert. Um den Erfolg nicht zu gefährden, müsse der Kampf gegen die Schweinepest zumindest noch in diesem Jahr weitergehen.

Welche Schutzmaßnahmen und Leistungen stehen für die Jäger an?
1.die Handauslage von jeweils mehr als 50.000 Impfködern an vorbereiteten Futterstellen an drei verschiedenen Impfterminen im Frühjahr, Sommer und Herbst; das entspricht insgesamt mehr als 150.000 Ködern;
2.die Beprobung, Kennzeichnung und Dokumentation jedes erlegten Stückes Schwarzwild (3.500 bis 4.000 pro Jahr); bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, werden die erlegten Tiere in den drei vom Kreis Ahrweiler unterhaltenen Wildsammelstellen in Bad Bodendorf, Hochacht und Müsch gelagert;
3.die telefonische Übermittlung der Abschussmeldungen beim Kreis-Veterinäramt;
4.das Abholen der Tierkörper nach Eintreffen der Untersuchungsergebnisse und entsprechender Freigabe des Fleisches;
5.intensives Bejagen durch zahlreiche Ansitzjagden und große, revierübergreifende Drückjagden, um die überstarken Schwarzwildbestände zu reduzieren.

Dies alles sei bislang sehr erfolgreich verlaufen, bekräftigen die Kreis-Amtstierärzte nochmals. Die Immunisierungsrate der Wildschweine liege zwischen 60 und 70 Prozent. Das letzte an Schweinepest erkrankte Tier wurde im November 2002 erlegt.

Da die Schweinepest von Wild- auf Hausschweine übertragbar ist, dienen die Schutzmaßnahmen vor allem der heimischen Landwirtschaft. Landwirtschaftsbetriebe in Gebieten, die durch die Wildschweinpest als gefährdet ausgewiesen sind, unterliegen kostenintensiven Untersuchungspflichten und Handelsbeschränkungen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.02.2004

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