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Sinziger Airbus-Zulieferer bleibt bodenständig trotz Höhenflugs

Rhein Composite erhielt Innovationspreis – Landrat: „Beste Werbung für unseren Wirtschaftsstandort“ – Unternehmen kann expandieren

Die Firma Rhein Composite GmbH, die sich auf Faserverbund-Technologien spezialisiert hat, macht als Airbus-Zulieferer international von sich reden und bleibt am Produktionsstandort Sinzig angesiedelt. Das Unternehmen erhielt jüngst den Innovationspreis für die beste Anwendung des Jahres 2003 und wird sein Firmengelände am Sinziger Mosaikweg erweitern.

Über Einzelheiten hat sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler vor Ort im Rahmen seiner Firmenbesuche informiert. Dabei gratulierte er gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Kroeger den beiden Rhein Composite-Geschäftsführern Bernd Rörig und Ralf Titze für den erneuten Innovationspreis. Dieser Preis wurde verliehen von der „Arbeitsgemeinschaft Verstärkte Kunststoffe – Technische Vereinigung“ (AVK-TV), und zwar für die Klimagehäuse im Airbus A 318/319.

Das 1999 gegründete Sinziger Unternehmen hatte bereits den Preis „Success 2001“ des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen. Damals wurde die Composite-Technik unter anderem für die Produktion von Türen für Wohnmobile eingesetzt.

„Solche Auszeichnungen sprechen nicht nur für die Top-Qualität eines innovativen Zukunftsunternehmens“, erklärte Landrat Pföhler. Die Prämie sei zugleich „der verdiente Lohn für langjährige Entwicklungsarbeit und beste Werbung für den gesamten Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler“.

Als „Bekenntnis zu unserem Wirtschaftsstandort“ werteten Landrat und Bürgermeister die Entscheidung des Unternehmens, in Sinzig zu expandieren – und dies trotz vorliegender Angebote auch außerhalb des Kreises Ahrweiler. „Rhein Composite hat bei uns Fuß gefasst, wir wollen das Unternehmen hier behalten“, betonte Bürgermeister Kroeger. So werde das städtische Grundstück neben dem Firmengelände an Rhein Composite übertragen. Das innovative Unternehmen befinde sich zugleich in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Innovations- und Gründerzentrum Sinzig (IGZ).

Neben den bisherigen rund 8.000 Quadratmetern Gewerbefläche, auf der eine 2.700 Quadratmeter große Halle steht, erhält die Firma weitere rund 3.000 Quadratmeter. Damit sei der Bestand eines wichtigen Technologiebetriebs in Sinzig langfristig gesichert, waren sich Landrat Pföhler und Bürgermeister Kroeger einig.

Die Sinziger Faserverbundspezialisten mit ihren zehn Mitarbeitern beliefern die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH im Allgäu mit Material für die Klimagehäuse des Airbus. Dabei handelt es sich um verstärkte Kunststoffe, die mit der RTM-Technik (Resin transfer moulding) produziert werden. Bei diesem Verfahren werden Gewebematten mit Harz injiziert, wodurch sie eine extrem hohe Festigkeit erhalten.

Durch den erstmaligen Einsatz dieser RTM-Technik lassen sich entscheidende Anforderung der Airbus-Hersteller an Qualität, Reproduzierbarkeit, Temperaturbeständigkeit (Heiz- und Kühlzyklen bis 200 Grad Celsius), Kosten, Effizienz und Mengen deutlich verbessern. „Wir haben jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet“, erklärte der Diplom-Ingenieur Rörig seinen Gästen. „Die Tatsache, dass erstmals in Deutschland die Produktion eines RTM-Bauteils von Airbus nach außen vergeben wurde, stellt unser Konzept, unsere Fähigkeiten und vor allem unsere Vertrauenswürdigkeit unter Beweis“, so Rörig. Seine Firma habe sich bei diesem Auftrag gegen einen Mitbewerber aus Frankreich durchgesetzt.

Bildunterzeile zu den FOTOS:
Punktgenau und hoch hinaus zielt die Firma Rhein Composite mit ihrer Faserverbund-Technologie für den Airbus: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (vorne v.l.), die Geschäftsführer Ralf Titze und Bernd Rörig sowie Bürgermeister Wolfgang Kroeger bei der jüngsten Firmenbesichtigung.
(Zwei weitere Fotos zur Auswahl)


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.02.2004

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