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Noch Tickets für wilden Theaterabend erhältlich

Dirks: „Frauentag wird weiterhin gebraucht“ – 8. März im Rathaus der Kreisstadt

Der Internationale Frauentag hat im Kreis Ahrweiler Tradition. „Jedes Jahr am 8. März weisen wir mit Veranstaltungen auf die Benachteiligungen von Frauen hin“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte des AW-Kreises, Evelyn Dirks.

Mehrfach bewährt habe sich die Zusammenarbeit des Kreises mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. In diesem Jahr rücke eine Ausstellung im Museum der Stadt 23 Frauen aus der Historie in den Vordergrund: „Wer woar dat? Auf den Spuren von Frauen aus dem Kreis Ahrweiler“, 29. Februar bis 18. April, Ahrweiler, Altenbaustraße.

Und: Im Rahmen der Rathauskultur findet am Montag, 8. März, ein Konzertabend statt, der ebenfalls eine Frau in die erste Reihe rückt (20 Uhr, Rathaussaal der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hauptstraße 116). Für diesen Theaterabend gibt es noch Karten. Sie kosten 12 Euro im Vorverkauf und sind erhältlich in der Kreisverwaltung (Wilhelmstraße 24-30, Foyer) sowie an der Abendkasse. Auf fetzige und vergnügliche Weise zeigt Birgitta Altermann vom Theater „Wilde Mischung Berlin“ ihr Programm „Vergessene Duelle: Clara Schumann demontiert ihre Legende“.

Dazu Evelyn Dirks: „Gegen die Bravour, mit der die Schumann (1819-1896) Kunst, Kinder und Karriere unter einen Hut brachte, sind manche Künstlerinnen von heute nur halbe Portionen.“ Wer möchte mehr wissen über eine Frau, die nicht nur zur Mutter, sondern auch zur Virtuosin gedrillt wurde? Die achtfache Mutter und Ehefrau an der Seite des depressiven Genies Robert Schumanns trat als Pianistin und Komponistin gegen die Rivalen ihrer Zeit an. Als umjubelter Konzertstar sei sie so bekannt gewesen wie heute Madonna oder Anne-Sophie Mutter – und ebenso geschäftstüchtig, betont Dirks und verspricht „ein romantisches Konzert, bei dem die Fetzen fliegen“.

Seit 1911 gibt es den Internationalen Frauentag. Die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte blickt zurück: „Frauen kämpften damals vor allem um das Wahlrecht. Das ist seit 1919 in Deutschland erreicht. Frauen dürfen seitdem wählen und gewählt werden.“ Und wie stehe es mit anderen Aspekten der Gleichberechtigung? 78 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer hielten die Gleichberechtigung laut Umfrage des Allensbach-Institutes heute in Deutschland für "weitgehend nicht verwirklicht".

Wie lange es dauere, bis Gleichberechtigung greife, zeige die Änderung des Ehe- und Familienrechts von 1977. Seit diesem Zeitpunkt dürften Ehepartner im "gegenseitigen Einvernehmen" bestimmen, wie sie Haushalt und Beruf regelten, fährt Dirks fort. Bis dahin habe das Leitbild der "Hausfrauenehe" gegolten. Die Frau durfte nur dann erwerbstätig sein, wenn "dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar war". Fazit für Evelyn Dirks: „Der Frauentag wird weiterhin gebraucht, um die Forderung nach gleichen Lebensbedingungen für Männer und Frauen ins Bewusstsein zu rücken.

“Bildunterzeile zum FOTO:
Wilde Mischung: Birgitta Altermann demontiert eine Legende, und zwar zum Weltfrauentag am 8. März in der Kreisstadt.

HERZLICHE EINLADUNG AN DIE MEDIEN
Zur Theateraufführung am Montag, 8. März, sind Sie herzlich eingeladen: 20 Uhr, Rathaussaal der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hauptstraße 116.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.02.2004

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