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1.200 Helfer, 700 Reifen und 15 volle Müllwagen

Dreck weg-Tag: Erste Sammelergebnisse – Landrat dankt allen Beteiligten – Zeugenaussagen gegen Umweltsünder gesucht

Knapp eine Woche nach dem ersten kreisweiten Dreck weg-Tag lagen die wesentlichen Sammelergebnisse vor. Nach Angaben des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB), der diese großangelegte Saubermach-Aktion in Feld und Flur koordiniert hat, wurden rund 400 Kubikmeter Müll eingesammelt. Das entspricht der Ladung von 15 Müllwagen mit dicht gepressten Abfällen. Hinzu kommen 700 alte Reifen und etliche Kühlschränke.

Angesichts dieser Zahlen sprach Landrat Dr. Jürgen Pföhler von einem „vollen Erfolg aller Beteiligten“. Mehr als 1.200 Helfer seien in 43 Ortsgemeinden plus in den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig sowie in der Gemeinde Grafschaft und damit in insgesamt rund 60 Orten im Einsatz gewesen. Weitere Einsätze seien geplant. Denn wegen der Schneefälle konnte die Aktion vor allem in höher gelegenen Gemeinden nicht stattfinden. Dort wird der Dreck weg-Tag nachgeholt.

„Die Aktionen fanden praktisch flächendeckend im gesamten Kreis statt“, erklärte Pföhler, der sich in Kalenborn von den Aufräumarbeiten überzeugte. Die kreisweite Resonanz beweise zweierlei: Erstens nehme das Ehrenamt einen anerkannt hohen Stellenwert im AW-Land ein; denn alle Helfer haben nach den Worten des Landrats unentgeltlich angepackt. Und zweitens hätten Bürgermeister, Ortsvorsteher und breite Bevölkerungskreise erkannt, dass ein sauberes Landschaftsbild den Menschen und deren Lebensqualität zugute komme, vor allem in einer Fremdenverkehrsregion wie dem AW-Kreis. Der Landrat: „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten dieser Großaktion.“

Auf der anderen Seite offenbare der Sammelerfolg einen Wermutstropfen: Es werde noch immer zu viel Material illegal entsorgt oder achtlos weggeworfen, moniert Pföhler. Dies sei auch deshalb unverständlich, weil der Kreis ein umfassendes Entsorgungssystem anbiete, bei dem fast sämtliche Abfallarten kostenlos vor der Haustür abgeholt werden.

Damit der AWB solchen Umweltsündern auf die Spur kommen könne, sei die aktive Mithilfe der Bevölkerung nötig. „Wir können nur aktiv werden und solche Vergehen ahnden, wenn uns konkrete Zeugenaussagen vorliegen“, betonte der Landrat. Den Abfallfrevlern drohten dann empfindliche Geldbußen.

Jüngstes Beispiel, das beim Dreck weg-Tag beseitigt wurde: In einer Ortsgemeinde waren mehr als 100 Altreifen und mehrere Auto-Stoßstangen abgekippt worden. Dazu läuft bereits ein Strafverfahren.

Neben der Kritik am Umweltverhalten einzelner Zeitgenossen bleibt für den AWB jedoch ein positives Fazit: Die gesammelten Abfälle in den Gemeinden, die bereits seit Jahren einen Frühjahrsputz machen, sind deutlich zurückgegangen. „Unsere Kombination aus Aufklärung und Appellen auf der einen und drastischen Strafen auf der anderen Seite zeigt Wirkung“, so AWB-Werkleiter Walter Reichling.

Bildunterzeilen zum FOTO:
Packte ebenfalls zu: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Mitte) in Kalenborn, hier mit Ortsbürgermeister Konrad Löhndorf (2.v.l.) und AWB-Werkleiter Walter Reichling (rechts).


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.03.2004

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