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Schülerzahlen steigen erneut

10 Prozent mehr Fünftklässler an Realschulen und Gymnasien – Landrat: „Prognose bestätigt, richtiger Zeitpunkt, richtige Strategie“

Der Trend steigender Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen im Kreis Ahrweiler setzt sich fort. 569 Mädchen und Jungen wurden als Neulinge an den fünf betreffenden Schulen in Kreisträgerschaft für das im Herbst beginnende Schuljahr 2004/2005 angemeldet. Zum Vergleich: Derzeit besuchen 516 Schüler die fünften Klassen des jetzt laufenden Schuljahres 2003/2004. Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler sieht in diesem erneuten Trend „eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Prognosen und unseres Schulbauprogramms“. Dieses Programm umfasst den Ausbau und die Erweiterung aller elf Kreis-Schulen, läuft bis 2005, kostet 30 Millionen Euro und genießt für den Landrat „absolute Priorität“. Ein wesentlicher Grund für das Mega-Bauprojekt, das 2001 startete: gestiegene und weiter steigende Schülerzahlen.

Die Zahlen im Kreis Ahrweiler steigen seit Jahren. Nach den Prognosen wird der Höhepunkt im Schuljahr 2008/2009 erreicht. Im Schuljahr 2013/14 wird die Schüler-Gesamtzahl nach wie vor deutlich über dem Level von 2000/2001 liegen, jenem Schuljahr, in dem die derzeit gültige Langzeitprognose erstellt wurde.

Die aktuellen Zahlen, die für das Rhein-Gymnasium Sinzig, das Are- und das Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler, das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau sowie die Realschule Ahrweiler gelten, bestätigen für Pföhler: „Unser Schulbauprogramm kam zum richtigen Zeitpunkt, verfolgt die richtige Strategie und gibt den Schulen klare Perspektiven und Planungssicherheit.“

Basis des Programms war eine Schulentwicklungsplanung und die auf Pföhlers Initiative erstellte Bausubstanzanalyse. Diese ergab einen Fehlbedarf an Räumen in fast allen Kreis-Schulen. Die Folge: Bis 2005 werden die Schulen durch neue Gebäude erweitert und in den bestehenden Gebäuden modernisiert.

Landrat Pföhler nennt das Schulbauprogramm „eine finanzielle und organisatorische Herkulesaufgabe für den Kreis Ahrweiler, die unseren Haushalt extrem belastet“. Dennoch sei das Vorhaben „im Interesse unserer Schulen und der Zukunft unserer Kinder unverzichtbar.“ Erst wenn diese Aufgabe gelöst sei, könne der Kreis den Abbau der Verschuldung angehen.

Die Schülerzahlen der weiterführenden Schulen ergeben für das derzeitige Schuljahr 2003/2004 folgendes Bild: An den sechs Gymnasien werden 4.589 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Dies sind 16,5 Prozent mehr als im Schuljahr 1998/99 (3.938 Schüler). Dabei handelt es sich neben den vier Schulen in Kreis-Trägerschaft um die beiden privaten Gymnasien der Ursulinen am Calvarienberg in Ahrweiler und das der Franziskanerinnen auf Nonnenwerth.

Den größten Boom verbuchen die Realschulen, nämlich ein Plus von 17,3 Prozent Schülern zwischen 1998/99 (2.021 Schüler) und 2003/04 (2.370). Von den kreisweit vier Realschulen befindet sich eine in Kreisträgerschaft (Ahrweiler Schützenstraße). Bei den Realschulen in kommunaler Trägerschaft (Adenau und Remagen) beteiligt sich der Kreis zu 90 Prozent an den Unterhaltungskosten. Die Realschule Calvarienberg befindet sich in privater Trägerschaft.

Der Schulentwicklungsplan für den AW-Kreis prognostiziert für alle Schüler der Sekundarstufe 1 (5. bis 10. Schuljahr) und der Sekundarstufe 2 (11. bis 13. Schuljahr) mit den Haupt-, Regional- und Realschulen sowie den Gymnasien folgendes Bild: Derzeit besuchen kreisweit rund 9.750 Schülerinnen und Schüler diese Schulzweige. Die Zahlen steigen bis zum Schuljahr 2008/2009 jedes Jahr kontinuierlich auf rund 10.200 Schüler. Erst danach sinkt die Kurve und erreicht bis 2013/14 eine Zahl von rund 9.500 Mädchen und Jungen. Den größten Zuwachs verbuchen die Realschulen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.03.2004

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