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Zukunft der Eifel mit sanftem Tourismus absichern

Landrat Dr. Pföhler zur geplanten „Erlebnisregion NĂŒrburgring“: Bis zu 500 neue ArbeitsplĂ€tze und weitere 500.000 Besucher

Das geplante Ferien- und Businesscenter am NĂŒrburgring stellt fĂŒr Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler „ein visionĂ€res Projekt“ dar, „das die Zukunft der strukturschwachen Eifel mit sanftem Tourismus absichert.“

Bei der PrĂ€sentation der „Erlebnisregion NĂŒrburgring“, bei der in den kommenden Jahren bis zu 200 Millionen Euro in das Freizeitangebot am „Ring“ investiert werden sollen, sagte Pföhler, das Vorhaben sei die konsequente Weiterentwicklung dessen, was seit dem Bau der neuen Grand-Prix-Strecke in den 80er Jahren geschaffen wurde.

Der Tourismus in der Region werde „durch diesen neuen Leuchtturm einen gewaltigen Schub nach vorne machen“, so Pföhler weiter. „Wir mĂŒssen fĂŒr die Weiterentwicklung der Eifel auf sanften Tourismus setzen. Der NĂŒrburgring hat noch großes Potenzial. Wir wollen ihn bis zum Ende dieses Jahrzehnts zu einem einzigartigen Ferien- und Businesscenter entwickeln. Dann besitzen wir ein weiteres Highlight in der Kette touristischer Glanzlichter der Eifel.“ Als Beispiele dazu nannte der Landrat den Laacher See, Burg OlbrĂŒck, den Nationalpark Eifel, den Vulkanpark oder die Deutsche Vulkanstraße.

Im AW-Kreis seien 3.200 BeschĂ€ftigte im Tourismussektor tĂ€tig, der mit einem Jahresumsatz von 240 Millionen Euro einen erheblichen Wirtschaftsfaktor darstelle. Das Projekt „Erlebnisregion NĂŒrburgring“ biete ein Potenzial von weiteren bis zu 500 neuen ArbeitsplĂ€tzen. Die NĂŒrburgring GmbH mit GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Walter Kafitz habe das Konzept frĂŒh der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies ermögliche eine sorgsame und fundierte Diskussion.

Mit jĂ€hrlich rund 200 Veranstaltungen, davon 15 Großveranstaltungen, und zwei Millionen Besuchern sei der „Ring“ die grĂ¶ĂŸte SportstĂ€tte Deutschlands. Die Königsklasse des Motorsports beschere der NĂŒrburgring GmbH 50 Prozent des Umsatzes. Ein Grand-Prix-Wochenende sorge fĂŒr 60 Millionen Euro Umsatz. Investitionen von 100 Millionen Euro in den vergangenen zehn Jahren hĂ€tten den NĂŒrburgring „bestens positioniert“.

Zwar sei die Formel 1 vertraglich bis 2009 an den Eifelkurs gebunden. „Aber“, so Dr. Pföhler, „machen wir uns nichts vor. Weltweit herrscht ein gnadenloser Konkurrenzkampf zwischen den Rennstrecken. Die Formel 1 ist im Umbruch. Keiner kann heute sagen, was 2009 sein wird. Wir mĂŒssen aufpassen, dass andere uns nicht das Wasser abgraben.“

Daher sei es „falsch, allein auf den Motorsport zu setzen.“ Neue Standbeine, etwa die Erlebniswelt oder der Gewerbepark, machten den Wirtschaftsmotor NĂŒrburgring unabhĂ€ngiger von einzelnen Großevents. „Unser Ziel muss sein, die neuen Standbeine weiter zu entwickeln und auf sanften Ganzjahrestourismus hinzuarbeiten“, betonte der Ahrweiler Landrat.

Diese Projekte mĂŒssten erstens zum Image des NĂŒrburgrings als Global Player und zweitens zum Tourismus in der einzigartigen Eifellandschaft passen. Dies sei bei der „Erlebnisregion“ mit Angeboten im Golf- und Reitsport, Wellness und der Gastronomie der Fall. Untersuchungen hĂ€tten ergeben, dass eine solche Angebotserweiterung NĂŒrburgring-GĂ€ste und Eifel-Touristen ganzjĂ€hrig binden könne. Das prognostizierte GĂ€stepotenzial laute: ZusĂ€tzlich bis zu 500.000 Besucher jĂ€hrlich, davon geschĂ€tzte 200.000 MehrtagesgĂ€ste.

Dieses neue Zukunftsprojekt sei eine große Herausforderung. „Wenn wir diese Herausforderung bewĂ€ltigt haben, ist die Erlebnisregion NĂŒrburgring ein großer Gewinn fĂŒr die gesamte Eifelregion“, sagte Pföhler abschließend.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.05.2004

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