BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Betreuung von 2.000 Menschen auf zahlreiche Schultern verteilt

Behinderten und Kranken im Alltag helfen – Erfahrungsaustausch mit Landrat

Das System der Betreuung von rund 2.000 behinderten und kranken Menschen im Kreis Ahrweiler, die ihren Alltag nicht alleine bewältigen können, funktioniert und ist auch für die nächsten Jahre gesichert. Zu dieser Einschätzung kamen Landrat Dr. Jürgen Pföhler, 30 Berufsbetreuer, Richter und Rechtspfleger nach einem Erfahrungsaustausch.

Die Umsetzung des Betreuungsrechts sei auf mehrere Schultern verteilt, sagte Pföhler und ergänzte: „Der große Rückhalt ist aber nicht das geschriebene Gesetz, sondern die dahinter stehenden Menschen, vor allem die ehrenamtlichen Betreuer und die beiden Betreuungsvereine.“ Betreuung sei ohne ein Höchstmaß an persönlichem Einsatz und Einfühlungsvermögen nicht machbar.

Betreuungen sind notwendig, wenn ein Erwachsener aufgrund einer Krankheit oder Behinderung seine Angelegenheiten nicht alleine erledigen kann. In solchen Fällen bestellt das Amtsgericht einen Betreuer. Dessen Hauptaufgabe besteht darin, bei Banken, Krankenhäusern, Behörden und im Alltag Entscheidungen für die zu betreuenden Menschen zu treffen. Neben der Vermögenssorge geht es auch um das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die Gesundheitsfürsorge. Betreuungsvereine und Fortbildungen greifen den ehrenamtlichen Helfern unter die Arme.

Teilnehmer der jüngsten Unterredung waren unter anderem Peter Gilmer vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz, die Richterin Barbara Griese und die Rechtspflegerin Sabine Groß vom Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler, Joachim Huster, der in der Kreisverwaltung für Betreuungen zuständig ist, sowie rund 30 Betreuer.

Im AW-Kreis werden derzeit 1.950 Personen betreut. Ehrenamtliche Betreuer kümmern sich um 1.530, die beiden Betreuungsvereine (Sozialdienst katholischer Frauen und Männer, Betreuungsverein der evangelischen Kirchengemeinden) um 200, hauptberufliche Betreuer um 190 und die Kreisverwaltung um 30 Personen. Das seit 1992 geltende Betreuungsrecht hat die Vormundschaften abgelöst.

Bildunterzeile zum FOTO:
Berieten über die Betreuung von alten und kranken Menschen: Peter Gillmer (v.l.), Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Richterin Barbara Griese, Rechtspflegerin Sabine Groß und Joachim Huster.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.07.2004

<< zurück