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In Urlaub mit Hund, Katze oder Frettchen? – Kein Problem

Heimtierausweis ermöglicht Reisen innerhalb Europas – Nachweis ist bei Tierärzten erhältlich

Personalausweis oder Reisepass stehen bei jedem Urlauber regelmäßig auf der Gepäckliste, bevor in die Ferien gestartet wird. Wer mit Hund, Katze oder Frettchen innerhalb Europas verreisen möchte, muss die mitzunehmenden Dokumente um einen Heimtierausweis oder entsprechende Impfnachweise für das Tier ergänzen. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung Ahrweiler jetzt hin.

Bei dem Heimtierausweis handelt es sich um einen Nachweis, dass das Haustier die entsprechenden Impfungen für eine solche Reise erhalten hat. Ab dem 1. Oktober gibt es EU-einheitliche Ausweisformulare für die betroffenen Heimtiere. Bis dahin können noch gültige alte Bescheinigungen, die den inhaltlichen Anforderungen des neuen EU-Heimtierausweises entsprechen, verwendet werden.

Nach der neuen, vereinfachten EU-Regelung ist die einzige Bedingung für die Mitnahme der genannten Tiere zwischen den EU-Mitgliedsstaaten (mit Ausnahme von Irland, Schweden und dem Vereinigten Königreich) eine gültige Tollwutimpfung. Die Tierhalter brauchen ihren Schützling nur vom Tierarzt impfen und den Ausweis mit den Angaben zur Impfung aktualisieren zu lassen. Jungtiere, die noch nicht geimpft werden können, dürfen ohne Impfung mitgeführt werden.

Strengere Vorschriften gelten für die Mitnahme von Tieren nach Irland, Schweden und in das Vereinigte Königreich. Hier ist neben der Tollwutimpfung noch eine sogenannte Antikörper-Titration erforderlich, mit der geprüft wird, ob die Impfung wirksam war. Im Vereinigten Königreich und in Irland muss die Probe mindestens sechs Monate vor der Reise, in Schweden mindestens 120 Tage nach der Impfung vorgenommen werden. Außerdem muss vor Reiseantritt in diese Länder eine Zecken –und Echinokokkenbehandlung attestiert sein. Tiere, die jünger als drei Monate und nicht geimpft sind, dürfen in diese Länder nicht einreisen. Nur in besonderen Fällen können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.

Damit das Tier dem Heimtierausweis eindeutig zugeordnet werden kann, muss es mittels Tätowierung oder Mikrochip gekennzeichnet sein. In den kommenden acht Jahren soll dieser Chip (Transponder) in allen EU-Ländern Pflicht werden. Bis dahin ist – mit Ausnahme von Irland und dem Vereinigten Königreich, die bereits jetzt den Transponder verlangen – auch die Tätowierung zur Identifizierung des Tieres zulässig.

Wie das Kreis-Veterinäramt meldet, gelten diese Regelungen für den privaten Reiseverkehr. Hinsichtlich der Anzahl der mitgeführten Tiere gibt es keine Beschränkungen.

Alle praktizierenden Tierärzte im Kreis Ahrweiler sind ermächtigt, den Heimtierausweis oder die entsprechenden Bescheinigungen auszustellen. Ein zusätzlicher Termin beim Kreis-Veterinäramt ist nur dann erforderlich, wenn die Reise in Drittländer außerhalb der EU geht.

Es gelten dann die Reisebestimmungen der jeweiligen Länder, die bei den Konsulaten zu erfahren sind. Für weitere Auskünfte steht das Veterinäramt der Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rufnummer 02641/975-225, zur Verfügung.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 05.08.2004

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