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Saffenburg: Bauwerk und Nutzung sollen sich dem Ambiente anpassen

Sanierung der Burgruine l├Ąuft ÔÇô Derzeit werden Mauerwerk und Felsen gesichert ÔÇô Gesamtkonzept sieht f├╝nf Punkte vor

Die Sanierung der Burgruine ÔÇ×SaffenburgÔÇť oberhalb von Mayscho├č kommt voran. Von den aktuellen Bauarbeiten an der Hochburg, die auf einem Felsen im S├╝dosten des Gel├Ąndes steht, ├╝berzeugte sich jetzt eine Expertengruppe aus Mayscho├č, Altenahr, Ahrweiler und Mainz.

Aus der Landeshauptstadt informierte sich Rudolf Oster ├╝ber den Sachstand und die weiteren Pl├Ąne. Dem Ministerialdirigenten aus dem Mainzer Innenministerium sei es ma├čgeblich zu verdanken, dass das Land die Saffenburg-Sanierung nachhaltig unterst├╝tze, erkl├Ąrte Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler. Oster habe trotz der schwierigen Haushaltslage auch des Landes Rheinland-Pfalz ma├čgeblichen Anteil daran, dass Mainz sich zun├Ąchst mit 380.000 Euro und damit zu 70 Prozent an den zuwendungsf├Ąhigen Sanierungskosten von 541.000 Euro beteilige. ÔÇô Die Ortsgemeinde Mayscho├č und der F├Ârderverein Saffenburg ├╝bernehmen 30 Prozent der Kosten.

Dr. Pf├Âhler sieht in der alten Burg, wenn sie erneuert ist, ein ÔÇ×kulturhistorisches Schmuckst├╝ck, verbunden mit touristischer Qualit├Ąt statt Quantit├ĄtÔÇť. Will hei├čen: Angestrebt werde eine ÔÇ×niveauvolle NutzungÔÇť der Anlage. Die Qualit├Ąt der Kulturveranstaltungen und der touristischen Nutzung sollen Priorit├Ąt genie├čen und neue touristische Impulse f├╝r Mayscho├č bringen, so Pf├Âhler. Das Burg-Angebot soll die bestehende touristische Palette erg├Ąnzen und keine Konkurrenz zu den Gastronomiebetrieben darstellen. Das restaurierte Bauwerk und die sp├Ąteren Veranstaltungen sollen sich dem Ambiente der Burganlage anpassen.

Zun├Ąchst wird die aus dem 11. Jahrhundert stammende Saffenburg durch notwendige Bauarbeiten vor dem Verfall gerettet. Anschlie├čend geht es an die Umsetzung des Konzepts f├╝r die touristische Nutzung. ÔÇ×Mittel- bis langfristig entsteht in Mayscho├č ein kultureller Glanzpunkt, der weit ├╝ber das Ahrtal ausstrahltÔÇť, ist sich B├╝rgermeister Achim Haag sicher. Die Belange der Denkmalpflege, des Naturschutzes und des Tourismus w├╝rden in Einklang gebracht.

Das Gesamtkonzept der Sanierung und des Ausbaus der Saffenburg sieht im wesentlichen f├╝nf Punkte vor: einen Veranstaltungsbereich mit variabler Zeltkonstruktion, ein Geb├Ąude mit Ausstellungen zu Baukunst und Bautechniken im Mittelalter, einen mittelalterlichen Steinbruch und eine Br├╝cke, ein freigelegtes Kellergew├Âlbe f├╝r Weinproben und andere Veranstaltungen sowie in der N├Ąhe des Bahnhofs Mayscho├č ein Medienhaus als Infostelle.

Die bauliche Sicherung der Burganlage hat Priorit├Ąt. Derzeit l├Ąuft der erste Bauabschnitt. Er gliedert sich in zwei Phasen: erstens werden das Mauerwerk der Hochburg saniert und der darunter stehende Felsen mit Stahlverankerungen gesichert; zweitens geht es ab Sp├Ątsommer an die Sicherung der ├Âstlichen St├╝tzmauer der Vorburg.

Landrat und B├╝rgermeister hoben die jahrelangen Bem├╝hungen des F├Ârdervereins Saffenburg und der Ortsgemeinde Mayscho├č mit Ortsb├╝rgermeister Hubertus Kunz hervor, ohne die eine Sanierung der Saffenburg undenkbar w├Ąre. Vor allem die Winzergenossenschaft Mayscho├č-Altenahr um Gesch├Ąftsf├╝hrer Rudolf Mies trage durch den Verkauf einer ÔÇ×Sonderedition SaffenburgÔÇť wesentlich zur Finanzierung des Projektes bei.

Ein genaues Gr├╝ndungsjahr der Saffenburg ist nicht bekannt. Vermutlich wurde sie um die Mitte oder w├Ąhrend der zweiten H├Ąlfte des 11. Jahrhunderts gegr├╝ndet. Im Jahr 1081 wird ein Adalbert von Saffenburg genannt. 1704 wurde die Burg geschliffen. Die Ruine wurde als Steinbruch genutzt. Mauerreste vermitteln einen Eindruck von der gro├čen Burganlage. 1773 erwarben die Herz├Âge von Arenberg die Ruine, seither ist sie im Besitz dieser Familie.

Bildunterzeile zum FOTO:
Die Saffenburg mit der derzeit einger├╝steten Hofburg und (vorne von links) Ortsb├╝rgermeister Hubertus Kunz, Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler, Ministerialdirigent Rudolf Oster, B├╝rgermeister Achim Haag und Gesch├Ąftsf├╝hrer Rudolf Mies.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.08.2004

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