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Unverzichtbare Fachklinik und wichtiger Wirtschaftsfaktor

„Von Ehrenwall'sche“ übernimmt psychiatrische Pflichtversorgung für den Kreis – Modernisierung kostet acht Millionen Euro – „Wohltuendes Ambiente“

Die Dr. von Ehrenwall'sche Klinik in Ahrweiler wird modernisiert und umgebaut. Kurz vor Fertigstellung der Bauarbeiten haben Landrat Dr. Jürgen Pföhler und die Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes, Dr. Ute Teichert-Barthel, die Klinik besucht und Gespräche mit den Chefärzten geführt. Die Klinik übernimmt die psychiatrische Pflichtversorgung für den Kreis Ahrweiler.

Der Landrat bezeichnete die 1877 gegründete Einrichtung als "traditionsreiches Haus mit einem Top-Ruf und überregionalem Ansehen". Die Ehrenwall´sche Klinik sei für die Gesundheitsversorgung des AW-Kreises "unverzichtbar". Außerdem stelle das Haus mit seinen 270 Beschäftigten einen "wichtigen Wirtschaftsfaktor und Arbeitsplatzgaranten" dar, so Pföhler. Gemeinsam mit Gesundheitsamts-Chefin Dr. Teichert-Barthel lobte der Landrat zudem die "exzellente, zuverlässige Zusammenarbeit" zwischen Kreis und Klinik.

Das Land Rheinland-Pfalz hat dem Fachkrankenhaus über den Landeskrankenhausplan den Versorgungsauftrag für den AW-Kreis gegeben. Daher fördert Mainz den jetzigen Umbau mit fünf Millionen Euro. Die restlichen drei Millionen der insgesamt acht Millionen Euro Gesamtkosten finanziert der Träger aus Eigenmitteln. Die Krankenhausförderung des Landes und das private Unternehmertum hätten es ermöglicht, den Gesundheitsstandort Kreis Ahrweiler zu verbessern, erklärte der ärztliche Direktor Dr. Christoph Smolenski.

Gemeinsam mit den Chefärzten Dr. Susanna Smolenski und Dr. Christoph Smolenski sowie Direktionsassistentin Birgit Bertram besichtigten Gesundheitsamtsleiterin und Landrat die neuen Klinikräume. Modernisiert und teilweise neu errichtet wurden vor allem die geschützten Stationen, die Notaufnahme, die Ambulanz und der zentrale Zufahrtsweg.

Chefarzt Smolenski unterstrich das Engagement des Trägers, "historisch wichtige und reizvolle Substanz zu erhalten und als historische Dokumente darzustellen". Der Träger habe seit Generationen besonderen Wert darauf gelegt, "für die psychisch kranken Patienten ein schönes, der Seele wohltuendes Ambiente zu schaffen". Bereits Klinikgründer Dr. Carl von Ehrenwall habe „die Bedeutung einer wohltuenden, schönen Umgebung für das seelische Wohl psychisch Kranker ins Zentrum seiner therapeutischen Bemühungen und seiner baulichen Aktivitäten gestellt“, so der jetzige Ärztliche Direktor. Das Erscheinungsbild beeindruckte auch den Besuch: Landrat Pföhler sprach von einer "hellen, freundlichen und wenig krankenhaustypischen Atmosphäre".

Zu den medizinischen Schwerpunkten sagte Dr. Susanna Smolenski: "Seit Jahren bemühen wir uns um eine moderne, menschenfreundliche psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung unserer Patienten und stellen den gesamtheitlichen Aspekt ins Zentrum unserer Therapien. Wir helfen traumatisierten Patienten und engagieren uns dabei innerhalb und außerhalb der Klinik."

Als Beispiel für ein solches Engagement nannte Susanna Smolenski den vom Kreis initiierten Arbeitskreis 'Keine Gewalt gegen Frauen'. Die Chefärztin unterstützt diese aufsuchende Hilfe seit Jahren ehrenamtlich und schult gemeinsam mit Klinikmitarbeiterin Erika Sander die Frauen des "Care-Teams". - Das erweiterte Fachkrankenhaus präsentiert sich der breiten Öffentlichkeit am 13. November 2004 bei einem Tag der offenen Tür.

Bildunterzeile zum FOTO:
Hell, freundlich und wenig typisch für ein Krankenhaus: Die Dr. von Ehrenwall'sche Klinik in Ahrweiler mit den Chefärzten Dr. Christoph und Dr. Susanna Smolenski (v.r.), Birgit Bertram, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Gesundsheitsamts-Chefin Dr. Ute Teichert-Barthel.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.09.2004

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