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Bürgermeister und Landrat üben scharfe Kritik an der Post

Pföhler: „Stilllegungskonzept wird ohne Rücksicht durchgezogen“ - Gesetzgeber bei Bund und Land gefordert

Mit scharfer Kritik an den neuen Schließungsplänen der Post haben die Bürgermeister im Kreis Ahrweiler und Landrat Dr. Jürgen Pföhler reagiert. „Die Post zieht ihr Stilllegungskonzept offenbar ohne Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort durch“, erklärte der Landrat. Dem könne nur noch der Gesetzgeber Einhalt gebieten. Daher forderte Pföhler Bund und Land auf, „schnellstmöglich tätig zu werden, sonst ist der ländlichen Raum der Verlierer der Postreform.“

Darüber hinaus soll die Post etwaige Schließungen frühzeitig ankündigen und ein langfristiges Konzept vorlegen, auf das sich die Kommunen einstellen können, forderten die hauptamtlichen Bürgermeister plus Landrat bei einem Gespräch mit dem regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post AG für den Kreis Ahrweiler, Friedhelm Schlitt.

Bei diesem Gespräch (am 21.09.2004) kündigte Schlitt an, dass zum Jahresende 2004 sieben weitere Poststationen ersatzlos gestrichen werden sollen, nämlich Hönningen, Schuld, Gelsdorf, Lützingen, Wehr, Wassenach und Maria Laach. Postagenturen seien dort nicht geplant. Stattdessen solle dort ein mobiler Postservice eingerichtet werden.

Die Bürgermeister kritisierten die Post, dass die Kommunen meist aus der Presse von geplanten Schließungen erfahren. Wenn solche Schritte wenigstens frühzeitig angekündigt würden und ein langfristiges Konzept vorgelegt würde, könnten sich die Gemeinden darauf einstellen und im Ort nach Alternativen suchen, hieß es.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.09.2004

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