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Das Heimatjahrbuch 2005 ist da

Landrat stellt neuen Kreis-Klassiker vor: „Sensationell günstig, von kreativen Köpfen verfasst“ – Themen unter anderem: Schulen, Schüler, Moscheegemeinde, Kunstprojekte, Burgen, Hexen und Nazi-Flugbombe

Interessantes und Informatives auf 280 Seiten, in einer bunten Mischung aus Bildern und Beiträgen zu zahlreichen Themen hat das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2005 zu bieten. Der 62. Jahrgang des heimatkundlichen Werks ist ab sofort druckfrisch im Buchhandel für 5,20 Euro erhältlich.

„Das Heimatjahrbuch ist mehr als nur ein begehrtes Sammlerobjekt“, freute sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Präsentation der jüngsten Ausgabe der seit 1926 erscheinenden Reihe über den Erfolg des Kreis-Klassikers. Der Kauf des Buches mit seinen 73 Beiträgen lohne sich, so der Landrat.

79 Autorinnen und Autoren haben an der Gestaltung der Ausgabe 2005 mitgewirkt. Diesen „kreativen Köpfen“ galt der ausdrückliche Dank Pföhlers: „Die Autoren haben hervorragende Arbeit geleistet und machen mit ihrem vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement den Erfolg des Werks erst möglich.“ Sie seien es, die im wahrsten Sinne des Wortes die Erfolgsgeschichte des Heimatjahrbuchs fortgeschrieben hätten. Und: Das Heimatjahrbuch 2005 bleibe „sensationell günstig“, wie der Landrat unterstrich, „ein Buch von Bürgern für Bürger eben“.

Einige Schlaglichter aus dem Inhalt: Die aktuelle Chronik hält zentrale Ereignisse der vergangenen zwölf Monate fest. Zwei Zentralprojekte, das 30-Millionen-Euro Schulbauprogramm und die Maßnahmen des Bonn/Berlin-Ausgleiches, werden ebenso vorgestellt wie das Konzept „Standortmarketing Adenauer Land“, Ideen zum Nordic Walking, das Are-Gymnasium, der deutsch-türkische Schüleraustausch der Realschule Ahrweiler, Jugendsprache, das Studentenleben am RheinAhrCampus Remagen oder die Arbeit des Jugendhilfe-Vereins Ahrweiler.

Einblick in das religiöse Leben türkischer Mitbürger liefert ein Aufsatz zur türkisch-islamischen Moscheegemeinde Sinzig. Die Telefonseelsorge Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein „Netz, das trägt“, und das Erich-Klausener-Gymnasium stellt seine Bachpatenschaft „Adenauer Bach“ vor.

Weitere Themen in Stichworten: Wein im Blickpunkt der Medizin, Aspekte aus der Geschichte des Heilbades Bad Neuenahr, Ehrungen von Künstlern durch die Are-Gilde, Römische Eisenverhüttung im Ahrweiler Wald. Burgen, Hexen, die Namenswahl der Juden in Heimersheim und Ringen anno 1808, die Geschichte der Arenberger Herzöge um 1815, die Geschichte des Anna-Klosters in Remagen und die der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis gehören ebenfalls zur breiten Palette der Beiträge im neuen AW-Heimatjahrbuch.

Ausführlich vorgestellt wird das Kunstprojekt „Äonen der Humanitas“ von dem kürzlich verstorbenen Bernhard Müller-Feyen sowie Rainer Lehmann. Mit diesem Entwurf haben die beiden Künstler an dem internationalen Wettbewerb in New York um die Gestaltung der Gedenkstätte für die Opfer des 11. Septembers teilgenommen.

An mehrere Jubiläen wird erinnert, so an 25 Jahre Ahrtal-Kicker, 100 Jahre Römisches Museum Remagen, 700 Jahre Stadtmauer Remagen, 800 Jahre Pfarrgemeinde St. Laurentius Ahrweiler, 500 Jahre Wallfahrten Calvarienberg Ahrweiler, 100 Jahre Baufirma Rick im Brohltal oder 125 Jahre Ahrtalbahn von Remagen nach Ahrweiler.

Krimi-Freunde kommen beim „Tod in der Unkelbacher Ziegelei“ auf ihre Kosten. Ein Beitrag ist Josef Heinen aus Ahrweiler gewidmet. Für die Rettung von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus – er versteckte und versorgte jahrelang eine jüdische Familie in seinem Wochenendhaus in Liers – wurde ihm der israelische Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen. Ebenfalls mit Eindrücken aus dieser Zeit befassen sich Texte zum Einmarsch der Amerikaner 1945 und zur Flugbombe „V 1“ (Vergeltungswaffe) der Nazis, die die hiesige Bevölkerung „Eifelschreck“ nannte.

Abgerundet wird das Werk mit literarischen Beiträgen, Erzählungen, Mundartbeiträgen und Gedichten sowie der Liste wesentlicher Neuerscheinungen und Daten zur Struktur des AW-Kreises.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.11.2004

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