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Mehr Schulmedien für weniger Geld

Neues Lizenzsystem aus dem Kreis Ahrweiler spart landesweit Gebühren

Ein neues Lizenzsystem, das maßgeblich im Medienzentrum der Kreisverwaltung Ahrweiler entwickelt wurde, spart den Schulen erhebliche Kosten beim Gebrauch von DVDs, Videos, CD-Roms und anderen Unterrichtsmedien. Bei diesem System kauft der Landesarbeitskreis Medien Rheinland-Pfalz die Lizenzen zentral und zu günstigen Konditionen für die regionalen Medienzentren ein, von wo aus sie an die Schulen weitergegeben werden.

„Während die PISA-Studie bundesweit aufschreckt und selbst die Bildungsausgaben auf dem Prüfstand stehen, kommt hier eine intelligente Lösung“, begrüßte der Ahrweiler Landrat Dr. Jürgen Pföhler die neue Idee. Ein relativ geringer finanzieller Einsatz führe zur deutlichen Verbesserung der Unterrichtsversorgung und zu erheblichen Einsparungen, unterstrich Pföhler, der dabei Dietrich Reuter hervorhob.

Reuter ist Leiter des Medienzentrums des AW-Kreises und zugleich Vorsitzender des Landesarbeitskreises. „Durch die Zusammenarbeit der Medienzentren in Rheinland-Pfalz und die für alle Schulen erworbenen Nutzungsrechte sind die Kosten für die Schulen drastisch gesunken“, bestätigt Reuter. Beispiel: Derzeit bietet das AW-Medienzentrum den Grundschulen ein Softwarepaket an, das zu früheren Konditionen mehr als 1.000 Euro gekostet hätte. Jetzt sind diese Unterrichtsmaterialien über heimische Vögel, den Umgang mit Lebensmitteln, eine Übersicht zu Deutschland mit den Bundesländern, Infos über Ruanda und weitere Themen für 80 Euro zu haben.

Das AW-Medienzentrum versorgt die Schulen seit Jahrzehnten mit Unterrichtsmaterial, vor allem in Form von hochwertigen Lernprogrammen und Videofilmen. Das neue Urheberrecht richtet sich strikt gegen den Einsatz von Filmen im Unterricht, die aus Fernsehprogrammen mitgeschnitten wurden, aus Videotheken stammen oder aus dem Internet geladen wurden. Das neue Lizenzsystem löst dieses Problem: Die Software bleibt jetzt bei den Schulen, die auch die Nutzungsrechte erwerben.

Im Kreis Ahrweiler findet das System, das auch der Landkreistag Rheinland-Pfalz lobt, seine bislang größte Verbreitung. Der Einspareffekt der ersten Verbreitungswelle, die sich an weiterführende Schulen im AW-Kreis richtete, betrug rund 30.000 Euro. Jetzt steht die zweite Staffel an, die für die Grundschulen bestimmt ist. Dabei wird der gleiche Einspareffekt erwartet.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.11.2004

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