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Landrat: Konversion muss über die Bundeswehr hinausgehen

AW-Delegation bei großer Runde in Mainz – B 266 neu bringt Wirtschaftsimpulse

Die Konversionshilfen, die das Land Rheinland-Pfalz den von der Bundeswehr-Strukturreform betroffenen Kreisen und Gemeinden anbietet, eröffne für den Kreis Ahrweiler „neue Perspektiven“, müsse aber „auf einer breiten Infrastruktur“ angelegt werden. Das sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach dem jüngsten Treffen mit Ministerpräsident Kurt Beck in Mainz.

„Der Verlust von Personalstellen und damit Arbeitsplätzen ist kein internes Problem der Bundeswehr, sondern betrifft in seinen Auswirkungen den gesamten Kreis und die Kommunen“, betonte der Landrat. Daher forderte Dr. Pföhler gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Bad-Neuenahr-Ahrweiler, Dr. Hans-Ulrich Tappe, „die Konversion in ein erweitertes Blickfeld zu nehmen“. Als konkretes Beispiel nannten beide den Neubau der Bundesstraße 266 mit der Ortsumgehung Bad Neuenahr und dem Lückenschluss von Ehlingen bis Bad Bodendorf sowie in der Ortslage Bad Bodendorf. Mainz könne helfen, diese wichtige Verkehrsanbindung des Rheintals an die A 61 voranzubringen. Die B 266 neu bringe weitere Wirtschaftsimpulse.

Zugleich machte Pföhler auf den „schleichenden Verlust von Arbeitsplätzen“ aufmerksam: Von 1.130 Mitarbeitern in der Ahrtalkaserne würden 350 nach Wilhelmshaven verlagert. Zusammen mit den Arbeitsplatzverlusten aufgrund der früheren Bundeswehrreformen, im Kur- und Gesundheitswesen sowie durch den Berlin-Umzug des Bundes sei dies ein „neuer Schlag ins Kontor“. Außerordentlich wichtig erscheint Pföhler und Tappe, dass freiwerdende militärische Liegenschaften möglichst zeitnah einer geordneten städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden.

Bereits im November hatte Ministerpräsident Beck bei einem Treffen mit Landrat Pföhler zugesagt, die von der Bundeswehrreform betroffenen Kommunen im AW-Kreis in die Konversionsgespräche des Landes einzubinden. „Der Ministerpräsident hat Wort gehalten“, erklärte Pföhler nach dem jüngsten Gespräch der Mainzer Landesregierung mit Landräten und Bürgermeistern. An diesem so genannten Konversionskabinett nahmen aus dem AW-Kreis neben dem Landrat die Spitzen der Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen sowie der Gemeinde Grafschaft und der Verbandsgemeinde Adenau teil. Die Konversionsstellen der Landesregierung wollen die betroffenen Bundeswehreinrichtungen besuchen und helfen, die Folgen der Reform auch für die Zivilangestellten abzufedern, so Pföhler abschließend.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.01.2005

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