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Photovoltaikanlagen: Kreisgremien entscheiden in den nächsten Tagen

Solarenergie rechnet sich – Gewinne von 500.000 Euro zu erwarten

Beim Großvorhaben des Kreises Ahrweiler, Photovoltaikanlagen auf den Dächern der kreiseigenen Schulen und der Kreisverwaltung zu installieren, stehen wichtige Schritte bevor. „Die Kreisgremien entscheiden in den nächsten Tagen über dieses neue ökologische Vorzeigeprojekt“, kündigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler an.

Damit stehe – nach dem Schulbauprogramm und dem Ausbau der Neuen Medien – „der dritte große Investitionsschub an unseren Schulen bevor“. Investitionen von vier Millionen Euro seien geplant. Mit dem Gesetz über Erneuerbare Energien seien solche Solaranlagen ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich attraktiv. Innerhalb von 20 Jahren seien Gewinne von 500.000 Euro zu erwarten. Diese Renditen sollen in den Kreishaushalt fließen und damit den Schulen und dem Schuldenabbau zugute kommen.

Die Wirtschaftlichkeitsberechung der Kreisverwaltung sei von zwei renommierten Gutachtern – einem Steuerberater und einem Mainzer Fachbüro, die beide auf Erneuerbare Energien spezialisiert seien – überprüft und bestätigt worden. Abgewickelt werde das Großprojekt „effizient über eine schlanke GmbH des Kreises“, so Pföhler. Der aktuelle Boom der Photovoltaik belege deren Wirtschaftlichkeit. Mit Blick auf die Einspeisevergütung sei allgemein anerkannt, dass sich Solarenergie rechne. Pföhler: „Die Gutachter haben unsere Kalkulation gegengerechnet. Das Ergebnis: Punktlandung.“ Beide rechneten sogar mit noch höheren Gewinnen, da die Kalkulation des Kreises sehr vorsichtig angelegt sei.

Die jüngste Verlautbarung der FDP, wonach finanzielle Verluste zu erwarten seien, bezeichnen die Gutachter als unrealistisch und nachweislich falsch. Die FDP setze beispielsweise den Ablauf von Garantiezeiten mit dem Ausfall der Technik gleich. Dazu die Gutachter: Bei Elektrogeräten wie Fernseher oder Kühlschrank liege die Garantie bei zwei Jahren – trotzdem hielten diese Geräte weitaus länger. Auch seien von der FDP unterstellte hohe Reparatur- und Unterhaltungskosten „unsinnig“, weil Photovoltaikanlagen weitgehend ohne Mechanik laufen.

Und zum FDP-Vorschlag, das Projekt von einem Privaten durchführen zu lassen, meinte Dr. Pföhler: „Das ist paradox. Wenn das Vorhaben nach Ansicht der FDP unwirtschaftlich ist, wird auch kein Privater die Anlagen betreiben.“


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.02.2005

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