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Kreis will Frühförderung von Kindern weiter verbessern

Modellprojekt gestartet – Übergang von Kindergarten in Grundschule erleichtern

Der Kreis Ahrweiler will die Frühförderung von Kindern weiter verbessern. Dazu ist ein Modellprojekt gestartet, das Defizite beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule feststellt und Förderangebote für die Kinder unterbreitet. Das Modell läuft mit dem Jugendamt und dem Gesundheitsamt des Kreises, den Kindergärten Ahrbrück und Hönningen, der Grundschule Ahrbrück sowie dem regionalen Arbeitskreis „Quo Vadis II“ der Verbandsgemeinde Altenahr.

„Wir wollen in den nächsten fünf bis zehn Jahren der kinderfreundlichste Kreis in Rheinland-Pfalz werden“, bekräftigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler in einem Gespräch mit den Beteiligten des Modells. Wichtige Weichen für „ein Höchstmaß an Familienfreundlichkeit“ seien bereits gestellt. Dazu nannte Pföhler ein „Top-Platzangebot“ sowie den flächendeckenden, bedarfsgerechten und kontinuierlichen Ausbau der Ganztagsplätze (kreisweit seien es derzeit rund 500), der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für berufstätige Eltern erleichtere.

Außerdem soll die Zahl der altersgemischten Gruppen für Kinder unter drei und – zur Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern – über sechs Jahren bedarfsgerecht erhöht werden. Gleiches gelte für flexible Öffnungszeiten in den Kitas, die in Absprache mit den Eltern festzulegen seien. Das jetzige Modell in der Verbandsgemeinde Altenahr stelle einen neuen Mosaikstein dar, nämlich die gelungene Kooperation zwischen Kindertagesstätten, Grundschule und Kreis, so Dr. Pföhler.

Dieses Modell dient unter anderem der Sprachförderung und der Schulvorbereitung. Mehr als die Hälfte der Kinder im AW-Kreis, die in den Jahren 2003 und 2004 Anspruch auf Eingliederungshilfe hatten, waren Grundschüler mit Schulproblemen und Verhaltensauffälligkeiten. Die meisten Defizite lagen im Sprachvermögen und den motorischen Fähigkeiten. Bei der Sprachförderung setzen die Initiatoren des neuen Kooperationsmodells auf das „Würzburger Trainingsprogramm“, mit dem es seit Jahren gute Erfahrungen in den Kindertagesstätten gibt.

Dieses Programm möchte keine schulischen Inhalte in die Kindergärten vorverlagern. Nach dem Motto "Hören, lauschen, lernen" werden wichtige Vorläuferfertigkeiten spielerisch geübt, um möglichen Problemen beim Lesen und Schreiben vorzubeugen.

Am Tisch des jüngsten Gesprächs mit dem Landrat: Bürgermeister Achim Haag, Anna Maria Ulrich (Leiterin des Kindergartens Hönningen), Elke Schumacher (Leiterin des Kindergartens Ahrbrück), Antoinette Detemple-Kraus (Rektorin der Grundschule Ahrbrück), Werner Söller (Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Altenahr) und Siglinde Hornbach-Beckers (Leiterin des Kreis-Jugendamtes).

Bildunterzeile zum FOTO:
Neues Modell der Frühförderung besprochen: Anna Maria Ulrich (v.l.), Achim Haag, Elke Schumacher, Werner Söller, Antoinette Detemple-Kraus, Siglinde Hornbach-Beckers und Dr. Jürgen Pföhler.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 07.04.2005

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