BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Krebsbach: Wo Ökologie und Ökonomie im Einklang leben

Nürburgring betreut 35 Hektar Ausgleichsflächen – Bachaue als neues Biotop – Wildkatze, Rotmilan und „zwei Schüler im Chefsessel“

Umfassende Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen hat die Nürburgring GmbH als Ausgleich für den Neubau des Fahrsicherheitszentrums II vorgenommen. Vor allem die Bachaue des Krebsbachs in der Gemarkung Meuspath wurde naturnah gestaltet. Landrat Dr. Jürgen Pföhler überzeugte sich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Hermann-Josef Romes, und dem Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, von diesen Landespflegemaßnahmen.

Der Landrat: „Auch dieses Beispiel zeigt, dass Ökologie und Ökonomie im Einklang leben können. Der Nürburgring als stärkster Wirtschaftsmotor der strukturschwachen Eifel braucht neue Standbeine und muss daher expandieren. Zugleich leistet die Wiederherstellung naturnaher Lebensräume einen wichtigen Beitrag für den Biotop- und Artenschutz.“ Die Maßnahmen seien abgestimmt zwischen den Landespflegern der Kreisverwaltung und dem Umweltschutzbeauftragten der Nürburgring GmbH, Michael Köbele. Dr. Kafitz erklärte, dass die Nürburgring GmbH im Umfeld der Rennstrecke insgesamt rund 35 Hektar ökologisch wertvolle Feuchtgebiete und Wiesen als Ausgleichsmaßnahmen betreut.

In der Bachaue wurden mehrere Kleingewässer angelegt, die als Feuchtbiotop weiteren Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten bieten. Die Bachverrohrung an einer Feldwegquerung wurde entfernt und durch eine naturnahe Furt ersetzt. Nicht standortgerechte Fichtenkulturen wurden beseitigt; statt dessen entsteht dort im Rahmen der so genannten Sukzession eine naturnahe Auenvegetation mit Erlen und Eschen. Wiesen in der Bachaue wurden extensiviert; sie werden künftig weder gedüngt noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, was eine möglichst naturnahe Entwicklung fördern soll.

Im direkten Umfeld der Krebsbachaue sind die selten gewordene und gefährdete Wildkatze sowie der Rotmilan anzutreffen. Somit lebten diese Arten nur wenige hundert Meter entfernt von der stark frequentierten Freizeiteinrichtung Nürburgring, unterstrich Dr. Kafitz.

Beim Krebsbachbesuch mit dabei: zwei Schüler des Erich-Klausener-Gymnasiums Adenau, die bei Bürgermeister Romes ein dreitägiges Praktikum im Rahmen des Projektes „Schüler im Chefsessel“ absolvierten, nämlich Nico Merten aus Nürburg und Daniel Jaax aus Adenau.

Bildunterzeile zum FOTO (Foto mit Bach in der Mitte der Personengruppe): Michael Köbele (v.l.), Hermann-Josef Romes, Dr. Walter Kafitz, Dr. Jürgen Pföhler, Nico Merten und Daniel Jaax.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.06.2005

<< zurück