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Sondersitzung: Bürgermeister und Landrat gegen Bundeswehr-Verlagerung

Solidarität mit Grafschaft gezeigt – Lagezentrum soll in Gelsdorf bleiben

Die acht hauptamtlichen Bürgermeister im Kreis Ahrweiler und Landrat Dr. Jürgen Pföhler wenden sich strikt gegen eine Verlagerung des Lage- und Meldezentrums aus dem Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in Grafschaft-Gelsdorf nach Berlin. Auf Initiative des Grafschafter Bürgermeisters Achim Juchem und des Landrats hat Bürgermeistersprecher Achim Haag (Altenahr) eine Sondersitzung der neun politischen Spitzen einberufen.

In einer anschließenden Erklärung protestieren sie gegen die Verlagerungspläne des Verteidigungsministeriums und bekunden Solidarität mit der Gemeinde Grafschaft. Hunderte Mitarbeiter plus deren Familienangehörigen wären betroffen und müssten den Kreis Ahrweiler verlassen. Würde das Lage- und Meldezentrum als „Herzstück“ des Zentrums für Nachrichtenwesen verlagert, sei dies der Anfang vom Ende des gesamten Standortes in Gelsdorf, heißt es.

Scharfen Protest rief die „offensichtliche Salamitaktik“ der Bundeswehr hervor, Umstrukturierungsmaßnahmen und damit Arbeitsplatzverlagerungen Stück für Stück vorzunehmen. Kritik auch an der Informationspolitik des Verteidigungsministeriums: Noch im Herbst 2004 sei der Standort Gelsdorf als sicher dargestellt worden. Jetzt aber gebe das Ministerium zu, dass die Umzugspläne des Lage- und Meldezentrums bereits seit eineinhalb Jahren „geprüft“ würden.

AW-Kreis und Kommunen seien durch die „so genannten Bundeswehrreformen“ bereits jetzt „schwer getroffen“, betonen Landrat und Bürgermeister und nennen die Verlagerung beziehungsweise Schließung der Abteilung „Disposition Heer“ aus dem Logistikzentrum in Bad Neuenahr-Ahrweiler (350 Mitarbeiter), des Regierungsbunkers Marienthal (200 Mitarbeiter), der Standortverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler (100 Mitarbeiter) sowie des Amtes für Wehrmedizinalstatistik Remagen (170 Mitarbeiter). „Das Maß ist voll“, heißt es abschließend.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.06.2005

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