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Ausstellung widmet sich dem Kriegsende vor 60 Jahren

Kreisverwaltung zeigt Doppel-Doku – Landrat lobt Schüler und Heimatmuseum – Bombenhagel und Dramen in Sinzig und Remagen

Eine Doppelausstellung „60 Jahre Kriegsende“ ist derzeit im Foyer der Kreisverwaltung Ahrweiler zu sehen. „Die Dokumentation bleibt bis 14. September stehen, damit vor allem Schülerinnen und Schüler auch nach den Sommerferien die Gelegenheit für einen Besuch haben“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Ausstellungseröffnung.

Zugleich lobte der Landrat die Macher der Bild- und Fotosammlung für deren „exzellente, lebensnahe und spannende Aufbereitung des historischen Materials“, nämlich Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der 12. Klasse des Are-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Christoph Breuer-Winkler, die Leiterin des Heimatmuseums Sinzig, Agnes Menacher, sowie die beiden Remagener Museumsfreunde Rolf Plewa und Peter Lüdtke.

Während die Are-Gymnasiasten eine Chronologie der letzten Kriegsmonate von Januar bis Mai 2005 gezeichnet haben, konzentriert sich das Heimatmuseum Sinzig auf lokale Akzente wie das Gefangenenlager Goldene Meile, den Kampf um die Brücke von Remagen, den Bombenhagel auf das Sinziger Gleisdreieck und Hamsterfahrten, die im Bahnhof Remagen für dramatische Szenen sorgten. Agnes Menacher zum Ziel der Ausstellung: „Wir wollen einen Beitrag zum Erhalt der ethischen Grundsätze unserer Demokratie leisten.“

Die Zweifach-Ausstellung erinnert an zwei Daten. Neben dem Kriegsende
vor 60 Jahren geht es auch um den 20. Juli 1944. An diesem Tag wollte die militärische Widerstandsgruppe um Generalmajor Henning von Tresckow die Nazi-Diktatur durch ein Attentat auf Hitler beenden. Damals mit dabei als heute letzter Überlebender aus dem innersten Kreis der Gruppe: Philipp Freiherr von Boeselager aus Altenahr-Kreuzberg, dem der Landrat jüngst die erste Ehrenbürgerwürde des AW-Kreises verlieh und dessen Wirken in der Ausstellung ebenfalls thematisiert wird. Eine Broschüre des Heimatmuseums mit dem Titel „Die letzten Tage – Kriegsende in der Goldenen Meile“ ist für drei Euro im Kreishaus-Foyer erhältlich.

FOTO: Ein goldenes Brot, von Stacheldraht eingezäunt, symbolisiert Hunger und Leid im Gefangenenlager bei Sinzig. Agnes Menacher (5.v.l.) erklärt dieses Kunstwerk im Beisein von Are-Schülern, Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.l.), Christoph Breuer-Winkler und Kulturreferentin Marita Cwik-Rosenbach bei der Ausstellungseröffnung.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.07.2005

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