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Landrat bietet Verteidigungsminister Gespräch an

„Unsere Region steht geschlossen zu ihrer Bundeswehr“

Als „unverantwortlich“ hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler gegenüber Bundesverteidigungsminister Dr. Peter Struck die Pläne für einen Teilumzug des Zentrums für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) von Grafschaft-Gelsdorf nach Berlin bezeichnet. In seinem Schreiben, mit dem der Landrat die Resolution des Kreistags für den vollständigen Erhalt des Standortes an den Minister schickt, bietet er diesem zugleich eine persönliche Unterredung an. „Für ein Gespräch stehen wir Ihnen im Kreis Ahrweiler jederzeit zur Verfügung“, schreibt Pföhler an Struck.

Dabei führt der Landrat mehrere Gründe an, die gegen die Verlagerung der rund 260 Dienstposten aus dem ZNBw sprächen. Erstens: Die Verlagerung solle offenbar als Verwaltungsvereinbarung zwischen Kanzleramt, Verteidigungsministerium und Bundesnachrichtendienst (BND) und damit am Parlament vorbei gefasst werden. Zweitens: Bei der Bundeswehr selbst gehe man davon aus, dass höchstens 20 Prozent der Beschäftigten einer Versetzung zustimmen würden. Folge: In Gelsdorf würde der Kern des ZNBw zerschlagen, während man in Berlin im Großmaßstab auf die Personalsuche nach Aufklärungsspezialisten gehen müsse. Und drittens scheine es keine Pläne zu geben, was aus der Dienststelle Gelsdorf, die für 100 Millionen Euro speziell für das Nachrichtenwesen errichtet worden sei, und den restlichen Abteilungen werden soll.

„Unsere Region steht geschlossen zu ihrer Bundeswehr“, unterstreicht Dr. Pföhler gegenüber dem Minister. Die vom Kreistag des Kreises Ahrweiler einstimmig gefasste Resolution beweise dies.

Verabschiedet wurde die Willensbekundung von allen Fraktionen – der CDU mit dem Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Sundheimer, SPD (Dirk Banze), Bündnis 90/Die Grünen (Wolfgang Schlagwein), FWG (Rolf Deißler) und FDP (Ulrich van Bebber) – ferner vom Landrat als dem Kreistags-Vorsitzenden sowie von den Bundes- beziehungsweise Landtagsabgeordneten Wilhelm Josef Sebastian, Petra Elsner, Guido Ernst und Walter Wirz.

Bildunterzeile zum FOTO: Die politische Spitze des AW-Kreises mit Abgeordneten, Landrat und Kreistags-Fraktionsvorsitzenden hat sich einstimmig für den Erhalt des Bundeswehrstandorts Grafschaft-Gelsdorf ausgesprochen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.07.2005

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