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Tag des offenen Denkmals: Besucher sind herzlich willkommen

Acht Objekte im AW-Kreis öffnen ihre Pforten – Burgen und Brücke, Museen und Stadtmauer – Führungen angeboten

Wer sich für Burgen und Kirchen, historische Wohnhäuser, Adelshöfe, alte Fabriken und andere Kulturdenkmäler interessiert, sollte sich den 11. September vormerken. An diesem Sonntag öffnen Gebäude und Bauwerke, die sonst meist verschlossen sind, landesweit ihre Pforten. In vielen Objekten werden an diesem „Tag des offenen Denkmals“ fachkundige Führungen angeboten. Im Kreis Ahrweiler warten acht historische Bauwerke und deren Gastgeber auf interessierte Besucher. Die Kreisverwaltung Ahrweiler nennt Einzelheiten aus der aktuellen Broschüre des Landesamtes für Denkmalpflege in Mainz.

Die Broschüre listet alle an diesem Tag geöffneten Gebäude und Parkanlagen in Rheinland-Pfalz auf. Die weiße, längliche Schrift liegt kostenlos aus in der Kreisverwaltung und den Rathäusern der Städte und Verbandsgemeinden. Weitere Info: Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Schillerstraße 44, 55116 Mainz, Ruf 06131/2016-0, Fax 06131/2016-222, www.landesdenkmalamt.rlp.de

Altenahr, Burgruine Are: Auf wild zerklüftetem Fels der Ahrschleife wahrscheinlich um 1100 auf unregelmäßigem Viereck erbaut, wurde die Burg 1246 dem Erzstift Köln geschenkt und später Mittelpunkt eines Kurkölnischen Amtes. Burg Are war Verwaltungssitz, zeitweise diente sie den Kölner Erzbischöfen als Gefängnis. 1689/90 wurde sie nach neunmonatiger Belagerung zum ersten Mal erobert, 1714 zerstörten kölnische Truppen die Burg, danach diente sie als Steinbruch. Erhalten sind anschauliche Reste von Tor und Vorburg, von der Kernburg an der Südecke ein Torturm mit Spuren des anschließenden Palas und Reste weiterer Türme; romanische Burgkapelle, ehemals eine Doppelkapelle, um 1200. Die Wehrmauer der Südseite ist im wesentlichen erhalten. Ganztägig geöffnet, Führungen 14 und 16 Uhr.

Ahrweiler, Stadtmauer mit Ahrtor: Eine der besterhaltenen Stadtbefestigungen der Rheinlande, 1246 begonnen unter dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden, ausgebaut im 14. Jh., gegen 1500 und nach 1639. Das eindrucksvolle Ahrtor – ein Doppelturmtor mit beherrschendem Mittelturm und flankierenden, vorspringenden Schalentürmen sowie einer Figurennische aus der 1. Hälfte des 14. Jh.; wurde nach starker Kriegszerstörung 1945 mit der anschließenden Mauer wieder aufgebaut; Führung 14 – 15 Uhr.

Brohl-Lützing, Historische Betriebswerkstatt der Brohltal-Schmalspureisenbahn: Eisenbahnwerkstatt mit historischen Werkzeugmaschinen, Schmiede, Radsatzdrehbank von 1903. 10 – 18 Uhr, Führungen nach Bedarf, Fahrzeugausstellung auf dem Betriebsgelände, u.a. die einzige erhaltene Brohltaler Dampflok „11 sm“, örtliche Draisinenfahrten, Bahnfahrten laut Fahrplan.

Burgbrohl-Buchholz, Ehemalige Propsteikirche: Bedeutende romanische Kirchenruine, 12. Jh., 1802 aufgehoben, in der Neujahrsnacht 1951/52 abgebrannt; erhalten ein Joch des Mittelschiffs, das Querhaus mit verkürzten Armen und das Chorjoch mit dem Unterbau der Chorflankentürme, barocke Fassade von 1683. 10 – 16 Uhr, Führungen nach Bedarf, Bewirtung.

Niederdürenbach-Hain, Burg Olbrück: Um 1100 von den Grafen von Wied errichtet, 1345 zur Ganerbenburg ausgebaut (mehrere Wohntürme ergraben), 1689 zerstört. Weithin sichtbarer, zinnenbewehrter Bergfried, Mitte 14. Jh., die Mauern des Palas im Keller spätromanisch, darüber 17. Jh., außerhalb des inneren Berings Wohn- und Küchengebäude, Haupttor, unterer Torbau 1875. 9 – 18 Uhr, Führungen 13 und 14 Uhr.

Remagen, Ludendorff-Brücke, Museum „Brücke von Remagen“: Im Rahmen des Schlieffenplans wurden 1912 neue Rheinbrücken geplant, 1916 bis 1918 ausgeführt; 4.642 Tonnen Stahl, 325 Meter lang mit einem Mittelbogen von 155 Metern. Die einzige im Zweiten Weltkrieg unzerstörte Rheinbrücke wurde weltberühmt, als am 7. März 1945 US-Einheiten über sie den Rhein überqueren konnten; nur zehn Tage später brach die Stahlkonstruktion durch Überlastung zusammen. 1980 wurde in den erhaltenen Pylonen das Friedensmuseum „Brücke von Remagen“ eingerichtet. 10 – 18 Uhr.

Remagen, Römisches Museum, Kirchstraße 9: Remagen geht auf ein in der 1. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. gegründetes römisches Hilfstruppenkastell zurück. Nachdem die Reste eines römischen Säulengangs ausgegraben und konserviert worden waren, richtete man 1905 in einer ehemaligen Kapelle des 15./16. Jh. ein Museum ein, das Einblick gibt in das Leben römischer Soldaten des 1. – 3. Jh., 14 – 17 Uhr, Führung 14 Uhr.

Waldorf, Heimatmuseum, Kleingasse 1: Ehemaliges Wohnhaus eines kleinen Eifel-Bauernhofs des frühen 19. Jh., vollständig erhaltene Lehm-/Holzkonstruktion, 1826 nach Dorfbrand auf Fundamenten um 1600 errichtet. Nach der Restaurierung wird das Leben um 1900, ohne Wasser und ohne Strom, demonstriert. Ab 11 Uhr, Führungen nach Bedarf durch den Bürger- und Heimatverein Waldorf e.V., Sonderausstellung über den ehemaligen Theaterverein Waldorf.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.08.2005

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