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Kreis baut auf alternative Energieversorgung

Landrat kündigt Drei-Säulen-Konzept an – Fachbüro testet ökologische Heiztechniken für Schulen – Solardächer werden bis Jahresende fertig

Der Kreis Ahrweiler setzt bei der Energieversorgung seiner Gebäude weiter auf alternative Energien. „Wir wollen unsere ökologische Vorreiterrolle ausbauen“, kündigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler „ein neues Drei-Säulen-Konzept beim Gebäudemanagement“ an.

Säule 1 betreffe das klassische Energiesparen an den kreiseigenen Schulen. Seit 2000 hätten vier Schulen – die Gymnasien in Adenau und Sinzig, Berufsbildende Schule und Realschule Ahrweiler – entsprechende Verträge mit dem Kreis abgeschlossen und betrieben aktive Einsparungen von Heizenergie, Strom und Wasser. Kosteneinsparung pro Jahr: insgesamt 40.000 Euro. Das Geld fließe in drei Posten zurück: an die Schulen zu deren freien Verwendung, in weitere Energiesparmaßnahmen auf Vorschlag der Schulen sowie in den Kreishaushalt.

Das zweite Vorhaben, die Ausstattung der Dächer mit Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie, „befindet sich nach der Startphase bereits auf der Zielgeraden“, so Pföhler. Auf vier von neun Schuldächern seien die Solaranlagen installiert: an der Berufsbildenden Schule, dem Are-Gymnasium, der Janusz-Korczak-Schule und der Nürburgring-Schule Wimbach. 40 Prozent der 3,6 Millionen Investitionskosten, knapp 1,5 Millionen Euro, seien verbaut. „Ende diesen Jahres ist unser neues ökologisches Vorzeigeprojekt fertig und wirft Gewinne ab“, zeigte sich Pföhler zuversichtlich. Das Geld werde für die Schulen und für den Schuldenabbau verwendet.

Die dritte Säule ziele ab auf die ökologische Optimierung der Heiztechnik in den kreiseigenen Schulen. Auch hier setze der Kreis langfristig auf alternative Technologien. Pföhler: „Wenn eine neue Heizung ansteht, gilt der einfache Weg ´Alt gegen Neu` nicht mehr. Wir werden aus den Innovationen diejenigen herausfiltern, die das wirtschaftlichste Gesamtergebnis bringen.“ Je nach Gebäude seien Einzeltechniken oder Kombinationen möglich, etwa aus Gas-Brennwertheizung, Holzhackschnitzel, Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Solaranlagen zur Warmwasserbereitung oder Erdwärmepumpen.

Die „Ingenieurkunst“ bestehe darin, „die richtige Kombination zu finden“ – das Einsparpotenzial sei „jedenfalls enorm“. Beispiel: Ein Einfamilienwohnhaus mit 300 Quadratmetern Nutzfläche komme bei konventionellen Energieträgern wie Öl oder Gas auf 1.400 Euro Gesamtkosten im Jahr. Diese ließen sich mit neuen ökologischen Technologien auf bis zu 500 Euro reduzieren. Einsparpotenzial also: 900 Euro. Deshalb, so der Landrat, werde der Kreis künftig immer, wenn die Sanierung oder Neuanschaffung von Heizungen in kreiseigenen Gebäuden anstehe, über ein Fachbüro die ökologisch und ökonomisch günstigsten Alternativen ermitteln lassen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.09.2005

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