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Jörg Hilgers neuer Biotop-Betreuer für AW-Kreis

Landrat: „Naturschutz und Landespflege sind wichtige Schwerpunkte“ – 1.250 Hektar für umweltschonende Landwirtschaft

Der Diplom-Biologe Jörg Hilgers ist neuer Biotopbetreuer und Berater für das Förderprogramm Umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL) im Kreis Ahrweiler. Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßte einen „ausgewiesenen Fachmann, der das Kreisgebiet hautnah kennt und fast vollständig zu Fuß durchquert hat“. Als langjähriger selbständiger Fachplaner verfüge er über umfangreiche Berufserfahrungen.

Naturschutz und Landespflege seien auch in Zukunft wichtige Schwerpunkte des Kreises Ahrweiler, sagte Pföhler. Mit 23 Naturschutzgebieten auf einer Gesamtfläche von 20 Quadratkilometern oder drei Prozent der Kreisfläche sowie zahlreichen Landschaftsschutz- und Natura-2000-Gebieten (94 Prozent der Kreisfläche) liege der AW-Kreis deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Bei der Vorstellung des Fachmanns erläuterten Inge Unkel (Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, LUWG, in Oppenheim), Katja Meder (Struktur- und Genehmigungsdirektion in Koblenz), Willi Beu (Abteilungsleiter für Umwelt und Strukturentwicklung in der Kreisverwaltung), Dr. Otto Gaudlitz (Abteilungsleiter Landwirtschaft und Veterinärwesen in der Kreisverwaltung) sowie Herbert Kommer (Vorsitzender des Landespflegebeirats) die Ziele des Vertragsnaturschutzes.

So sollen gemeinsam mit Landwirten und sonstigen Flächennutzern Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten, ein Biotopverbund aufgebaut und eine nachhaltige Flächenbewirtschaftung gewährleistet werden. Im FUL werden zurzeit 1.250 Hektar und damit fünf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im AW-Kreis durch Vertragsnaturschutzprogramme gesichert.

Hilgers hat bereits landespflegerische Begleitpläne und Gutachten erstellt und Projekte wie das renaturierte Rodder Maar mitbetreut. Derzeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit über die Flora im AW-Kreis. Seine Aufgaben in Stichworten: die Pflege in Naturschutzgebieten und auf sonstigen ökologisch besonders hochwertigen Flächen organisieren, SGD und Kreisverwaltung bei der Moderation von „Naturschutz durch Nutzung“ unterstützen, FUL-Förderanträge fachlich beurteilen, Bewirtschaftungsverträge betreuen, Flächen akquirieren, den Bedarf an Biotopbetreuungen ermitteln sowie entsprechende Maßnahmen vorschlagen und überwachen.

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Naturschutz per Vertrag vereinbart: Herbert Kommer (v.l.), Willi Beu, Inge Unkel, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Biotop-Betreuer Jörg Hilgers, Katja Meder und Dr. Otto Gaudlitz.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.10.2005

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