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Kreistag beschließt AWV-Privatisierung mit großer Mehrheit

SZ erhält Zuschlag – Betriebsführung bei Bonner Stadtwerken

Die Privatisierung der Ahrweiler Verkehrsgesellschaft mbH (AWV) ist beschlossene Sache. Der Kreistag des Kreises Ahrweiler hat am 14. Oktober 2005 mit großer Mehrheit entschieden, dass die Sterzenbach-Gruppe (SZ-Reisen) aus Dierdorf den Zuschlag erhält. Die Bonner Stadtwerke übernehmen die Betriebsführung.

Im regionalen Bieterverfahren, an dem sich acht Bieter beteiligt hätten, habe SZ mit einem Kaufpreis von 3,75 Millionen Euro das höchste Angebot abgegeben und damit die besten Konditionen geboten, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Der Kaufpreis betrage etwa das Doppelte des Unternehmenswertes der AWV, der von Gutachtern ermittelt worden sei. Zudem biete SZ hohe Sozialleistungen, nämlich: die komplette Übernahme des Personals zu den bisherigen Verträgen, keine betriebsbedingten Kündigungen sowie die Sicherung und darüber hinaus sogar den Ausbau des Standortes Brohl. Davon profitiere auch die Ortsgemeinde Brohl-Lützing, unterstrich der Landrat.

Zudem biete SZ die Übernahme aller Subunternehmerverträge. „Das ist für die heimische Wirtschaft besonders wichtig“, so Pföhler. Auch die Fahrgäste profitierten durch SZ, die das Fahrplanangebot innerhalb eines Jahres um zehn Prozent ausweiten und eine Bus-Touristiklinie betreiben wolle. Die Bonner Stadtwerke mit ihrem bewährten Qualitäts- und Beschwerdemanagement übernähmen die Betriebsführung. Fazit für Pföhler: Es gebe „Vorteile auf allen Seiten“: beim Personal, der heimischen Wirtschaft, der Standortgemeinde und den Kunden.

Auch für den Kreis Ahrweiler bringe die Übernahme Vorteile: Angesichts der dramatischen Finanzlage müsse sich der Kreis auf seine Kernaufgaben besinnen. „Von Aufgaben, die Private wirtschaftlicher und effizienter erledigen können, müssen wir uns trennen“, fuhr der Landrat fort. SZ werde die AWV eigenwirtschaftlich, also ohne Kreiszuschüsse betreiben, während bisher der Kreis Jahr für Jahr auf viel Geld verzichten musste, das durch die in der AWV eingelagerten RWE-Aktien an die AWV geflossen sei.

Die Privatisierung werde nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen. „Deshalb sind wir froh, dass wir die komplette Übernahme des Personals sowie den Erhalt und Ausbau des Standortes vertraglich vereinbaren konnten. Auch die Arbeitsplätze der Subunternehmer werden gesichert, weil SZ alle übernimmt“, betonte der Landrat abschließend.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.10.2005

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