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Gesundheitserziehung in Kindergärten bei kaltem Wetter besonders wertvoll

AW-Modellprojekt „Händewaschen“ etabliert sich regional und überregional – Kongresse in Bamberg und Dresden – Kinder lernen Hygieneverhalten

Das Modellprojekt „Händewaschen – na klar“, mit dem der Kreis Ahrweiler auf die Gesundheitserziehung bei Kindern abzielt, etabliert sich in immer mehr Kindergärten und findet bundesweite Beachtung. „Unser Projekt wurde auf dem Kongress der Ärzte für das öffentliche Gesundheitswesen in Bamberg vorgestellt, im Dezember folgt die Präsentation auf dem ersten nationalen Präventionskongress in Dresden“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einer Informationsveranstaltung in Grafschaft-Ringen.

Im dortigen Kindergarten „Unterm Regenbogen“ händigte Pföhler an Kiga-Leiterin Edith Wolf entsprechende Arbeitsmaterialien für Erzieher und Eltern aus und nutzte die Gelegenheit für einen Meinungsaustausch mit Experten aus Medizin und Pädagogik. Neben Ringen nehmen zwei weitere Grafschafter Tagesstätten an der Aktion teil. Kreisweit sind jetzt 30 von 62 Kindergärten dabei.

„Je früher Kinder lernen, mit ihrer Gesundheit verantwortungsbewusst umzugehen, desto nachhaltiger wirkt sich das auf ihr künftiges Hygieneverhalten aus“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Ute Teichert-Barthel. In der kalten Jahreszeit seien Kinder besonders anfällig für Erkältungskrankheiten; dagegen könne sorgfältige Hygiene entscheidend vorbeugen, so die Amtsärztin. Hinreichende Händehygiene könne übertragbare Krankheiten vermeiden. Das Risikopotenzial von Infektionen und die Bedeutung des Händewaschens im Kindesalter werde immer noch unterschätzt, warnt die Medizinerin.

Die Aktion läuft in Kooperation mit dem Projekt „Hygiene-Tipps für Kids“, das vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn mit Dr. Jürgen Gebel entwickelt wurde. Für den AW-Kreis ist neben dem Gesundheitsamt das Jugendamt aktiv. Die Kreissparkasse Ahrweiler hilft über ihre Jugendstiftung finanziell.

Für Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers „kann man Kinder am besten in ihrem direkten Lebensumfeld erreichen, wobei den Kindergärten eine zentrale Bedeutung zukommt“. Das Thema werde kindgerecht und altersgemäß aufgearbeitet. Didaktisches Material liege bereit. – Wer mitmachen möchte: Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-610 (Gesundheitsamt) und 975-337 (Jugendamt), E-Mail: info@kreis-ahrweiler.de.

FOTO:
Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte Arbeitsmaterial an Kiga-Leiterin Edith Wolf. Dr. Jürgen Gebel von der Uni Bonn (4.v.r.) berät bei der Hygieneaktion.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.11.2005

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